Am 27. Mai 2026 wurde Eva Stukenbrock, Professorin für Umweltgenomik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Fellow am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI-EvolBio), in die Leopoldina, die Nationale Akademie der Wissenschaften, berufen. Diese Akademie, die 1652 gegründet wurde, ist eine der angesehensten Wissenschaftsgesellschaften in Deutschland und zählt rund 1.700 Mitglieder aus verschiedenen Forschungsbereichen. Sie bietet wissenschaftsbasierte Politikberatung an und spielt damit eine wichtige Rolle in der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Stukenbrock leitet seit 2014 die Forschungsgruppe Umweltgenomik und hat sich einen Namen in der internationalen Wissenschaftsgemeinde gemacht. Ihre Forschungen konzentrieren sich auf die genetischen Grundlagen der Anpassungen von Mikroorganismen, insbesondere von Pilzen, an Pflanzen und ihre Umwelt. Ihr Hauptforschungsthema ist der pflanzenschädliche Pilz Zymoseptoria tritici, den sie als Modellsystem nutzt, um die molekularen Mechanismen der adaptiven Evolution und Diversifikation zu erforschen. Diese Erkenntnisse sind von großer Bedeutung für den Schutz von Nutzpflanzen sowie für die Resistenzevolution gegenüber Pestiziden.

Forschung mit Weitblick

Mit einem klaren Fokus auf die Wechselwirkungen zwischen Wirtspflanzen und Krankheitserregern hat Stukenbrock auch die Koevolution mikrobieller Gemeinschaften in Wild- und Kulturpflanzen untersucht. Ihre umfassenden Kenntnisse werden in der Sektion „Organismische und Evolutionsbiologie“ der Leopoldina eingebracht. In dieser Rolle wird sie außerdem öffentliche Aktivitäten der Akademie unterstützen, wie beispielsweise das geplante Symposium „Sensing in the Metaorganism“ in Kiel, das im Frühjahr 2027 stattfindet.

Eva Holtgrewe-Stukenbrock wurde 1976 geboren und hat an der Universität Kopenhagen studiert, wo sie 2002 ihren Bachelor und 2004 ihren Master in Biologie abschloss. Ihre Promotion erfolgte 2007 an der ETH Zürich. Danach sammelte sie wertvolle Erfahrungen als Postdoc am Bioinformatics Research Center der Universität Aarhus, bevor sie von 2010 bis 2014 Projektgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg war. Seit ihrer Berufung an der CAU hat sie die Region Kiel als Zentrum der Evolutionsforschung mitgestaltet.

Ehrenamtliche Engagements und Familie

Stukenbrock hat das „Kiel Plant Center“ (KPC) gegründet, das sich mit Pflanzengesundheit und Ernährungssicherheit beschäftigt, und leitet seit 2024 die DFG-Forschungsgruppe „PlantsCoChallenge“. Neben ihrer wissenschaftlichen Karriere ist sie auch Mutter von zwei Kindern und lebt in Plön. Ihre Forschungsergebnisse wurden in zahlreichen Fachzeitschriften veröffentlicht, was ihren bedeutenden Beitrag zur Wissenschaft unterstreicht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Berufung von Eva Stukenbrock in die Leopoldina ist nicht nur eine Auszeichnung für sie persönlich, sondern auch ein Zeichen für die Relevanz der Forschung an der CAU und dem MPI-EvolBio im Bereich der Evolutionsbiologie.