KielSCN erhält Millionenförderung: Wissenschaftskommunikation neu denken!
Das Kiel Science Communication Network (KielSCN) hat Grund zur Freude: Es erhält eine Folgeförderung von drei Jahren, die bis November 2029 läuft. Diese Unterstützung kommt von der VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderlinie „Wissenschaftskommunikation hoch drei – Zentren für Wissenschaftskommunikationsforschung“. KielSCN, eines von vier Zentren für Wissenschaftskommunikations-Forschung in Deutschland, wird seit Dezember 2021 gefördert.
In der neuen Phase des Projekts liegt der Fokus auf der Institutionalisierung des Wissensaustauschs zwischen der Forschung und der evidenzbasierten Wissenschaftskommunikations-Praxis. Die erste Förderperiode drehte sich um die Verbesserung der visuellen Wissenschaftskommunikation und das Aufspüren zentraler Wirkmechanismen, insbesondere in gesundheitsbezogenen Themen. Für die zweite Phase stehen nun emotionale Prozesse und Vertrauensdynamiken im Mittelpunkt der Untersuchung.
Schlüsselthemen und Zusammenarbeit
Professorin Melanie Keller hebt hervor, wie wichtig Emotionen und Vertrauen für die öffentliche Wahrnehmung wissenschaftlicher Inhalte sind. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem transdisziplinären Austausch zwischen der Wissenschaftskommunikations-Forschung und der Praxis. Das KielSCN wird dabei Broker-Profile entwickeln und testen, die als Schnittstellen zwischen diesen zwei Bereichen fungieren. Diese Profile konzentrieren sich auf visuelles Design, Evaluationsformate für die Praxis sowie Fortbildung und Training.
Mit Blick auf die wachsenden Anforderungen an die Wissenschaftskommunikation einher, ist es wichtig, dass Forschung transparent und verständlich ist. Auch das Vertrauen in wissenschaftliche Institutionen soll gestärkt werden, während eine Vielzahl gesellschaftlicher Gruppen angesprochen werden muss. Hier setzt auch das Leibniz-Forschungsnetzwerk „Evidenzbasierte Wissenschaftskommunikation“ an, welches eine Plattform zur Erforschung von Wirkung und Qualität in der Wissenschaftskommunikation schafft.
Die Rolle der Wissenschaftskommunikation
Wissenschaftliche Erkenntnisse spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt diese Bestrebungen, indem es essenzielle Forschungsbereiche fördert und dabei die Wissenschaftskommunikation im Koalitionsvertrag 2021 verankert hat. Diese Maßnahmen stärken die Demokratie und verbessern den gesellschaftlichen Diskurs.
Das BMFTR engagiert sich zudem für den Dialog zwischen Wissenschaftskommunikationspraxis und Forschung. Verschiedene Initiativen, wie Wisskomm.de, bieten zentrale Informationen und Diskussionsforen für Wissenschaftskommunikation an. Zudem wird der Wisskomm-Campus Online-Kurse zur Wissenschaftskommunikation für Forschende bereitstellen.
Das KielSCN steht somit im Zentrum eines dynamischen und wichtigen Prozesses, der die Art und Weise, wie Wissenschaft kommuniziert wird, neu definieren soll. Mit engagierten Partnern wie Wissenschaft im Dialog und der Leibniz-Gemeinschaft wird die Zukunft der Wissenschaftskommunikation in Deutschland gestalten und durch innovative Ansätze die Brücke zwischen Forschung und Gesellschaft weiter festigen.
