Heute, am 12. Oktober 2026, zeigt das „Schleswig-Holstein Magazin“ von 19:30 bis 20:00 Uhr sieben Beiträge. Im Mittelpunkt steht der Starkregen im Großraum Heide im Kreis Dithmarschen: Überschwemmte Straßen, volle Keller und zahlreiche Feuerwehreinsätze bestimmen die aktuelle Lage rund um Heide. Wiederholt wird die Sendung am Dienstag, 13. Oktober 2026, von 03:45 bis 04:15 Uhr sowie von 10:00 bis 10:30 Uhr.

An der Universität Kiel beginnen derweil die Erstsemester ihr Studium und starten ins Campusleben. Zwischen neuen Räumen, unbekannten Wegen und dem ersten Eintrag im Stundenplan dürfte dabei einiges gleichzeitig passieren. Marie-Luise Bram gehört zum Moderationsteam, die Redaktionsleitung liegt bei Reinhard Mucker.

Wasser in Straßen, Kellern und Gräben

Seit 4 Uhr registrierte die Regionalleitstelle 72 Einsätze. Keller und Straßen liefen voll Wasser, eine Landstraße zwischen Nordhastedt und Sarzbüttel sackte ab und wurde gesperrt. Wie lange die Sperrung dauert, ist unklar; wegen der Schäden wird mit einer länger andauernden Unterbrechung gerechnet.

Im Ortskern von Sarzbüttel standen nahe einer Meierei Straßen und umliegende Bereiche zeitweise vollständig unter Wasser. Rund 60 Einsatzkräfte aus Sarzbüttel und Odderade waren dort im Einsatz. Zwei Hochleistungspumpen des Kreises Dithmarschen leiteten das Wasser über Feuerwehrschläuche in umliegende Gräben. Einige Häuser wurden vorsorglich mit Sandsäcken geschützt.

Auch in der Nähe der Raffinerie Heide wurde es heikel: In einem Kavernenspeicher bildete sich durch überschüssiges Oberflächenwasser ein Öl-Wasser-Gemisch. Feuerwehr und Umweltamt leiteten Maßnahmen ein, um größere Umweltschäden zu verhindern. Nach stundenlangem Einsatz konnte gegen 16 Uhr Entwarnung gegeben werden. Im Tagesverlauf waren dort rund 150 Einsatzkräfte tätig. Unfälle oder Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. In anderen Teilen Schleswig-Holsteins fiel ebenfalls Regen, größere Folgen wurden dort jedoch nicht gemeldet.

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Polizei, Speicher und ein ungewöhnlicher Flug

Weitere Themen der Sendung sind das geplante neue Polizeigesetz in Schleswig-Holstein, die vorgesehenen Befugnisse der Polizei und die Kritik an den Änderungen. In Schuby wird außerdem ein Batteriegroßspeicher in Betrieb genommen.

Timmerhorn liefert Dorfgeschichte mit Herbstimpressionen aus dem ländlichen Raum. Beim Welterbe Danewerk öffnet ein archäologischer Park und bietet neue Einblicke. Auf Sylt geht es um einen Fluglehrer, der trotz Erblindung eine Flugausbildung absolviert beziehungsweise durchführt – eine Geschichte, bei der man vermutlich zweimal hinschaut, obwohl das gar nicht der Punkt ist.

Julian Krafftzig, Hobby-Bassist, kehrt nach Aufenthalten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in den Norden zurück. Zwischen Instrument, Rückkehr und norddeutschem Herbst bleibt also auch Platz für eine persönliche Note.

Warum Starkregen Kommunen unter Druck setzt

Das Geschehen in Dithmarschen passt in einen größeren Zusammenhang. Städte und Gemeinden müssen sich häufiger und kurzfristiger auf Extremwetter, Starkregen und dessen Folgen einstellen. Gerade nach Dürreperioden können starke Niederschläge im Sommer große Gefahren verursachen. Beispiele dafür sind die starkregenbedingten Flutkatastrophen im Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie Hochwasserereignisse im Juli 2024 in Süddeutschland.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund bündelt in seinem neuen Positionspapier „Hochwasserschutz: Extremwetterereignissen wirksam begegnen“ zentrale Forderungen. Schäden sollen möglichst durch frühzeitige Klimaanpassungsmaßnahmen begrenzt werden, statt sie erst nachträglich zu beseitigen. Kommunen spielen bei der Umsetzung eine zentrale Rolle – dort, wo Straßen überlaufen, Keller volllaufen und Einsatzkräfte mit Pumpen und Sandsäcken anrücken.

Der DStGB fordert Unterstützung der Kommunen durch Bund und Länder bei der Klimaanpassung, eine stärkere Berücksichtigung der Klimaanpassung in der Stadtentwicklung, Risikoanalysen und eine bessere länderübergreifende Koordination. Hinzu kommen der Ausbau des technischen Hochwasserschutzes, ein stärkerer ziviler Bevölkerungsschutz sowie schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren für Schutzmaßnahmen. Auch die Bevölkerung soll stärker eingebunden werden, etwa durch Eigenvorsorge und Elementarschadenversicherungen.

Die Sendung ist beim NDR angekündigt. Die Angaben zum Starkregen stammen aus einem Bericht der Morgenpost; das Positionspapier ist beim Deutschen Städte- und Gemeindebund veröffentlicht.