Im Rahmen des Erasmus+-Programms hat die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) eine beeindruckende Förderung in Höhe von über 1,63 Millionen Euro erhalten. Davon entfallen 1.402.400 Euro auf die Programmlinie KA131, die Mobilitäten innerhalb der europäischen Erasmus+ Programmländer unterstützt. Diese Förderung wird über einen Zeitraum von 26 Monaten bereitgestellt und ermöglicht Studien- sowie Lehraufenthalte an europäischen Partneruniversitäten, ebenso wie Praktika und Fortbildungsaufenthalte in Europa. Damit zeigt die CAU einmal mehr ihr starkes Engagement für internationale Kooperationen und den Austausch von Wissen.

Mit insgesamt 564 Erasmus+ Abkommen auf Institutsebene und 257 Partnerhochschulen hat die CAU bereits ein breites Netzwerk etabliert. Die Auswahl der Hochschulen für Studienaufenthalte richtet sich nach den jeweiligen Studiengängen. Praktika und Fortbildungsaufenthalte können zudem bei frei wählbaren Einrichtungen in den Erasmus+-Programmländern stattfinden. Dies eröffnet den Studierenden vielfältige Möglichkeiten, internationale Erfahrungen zu sammeln und ihre Kompetenzen zu erweitern.

Internationale Partnerschaften und deren Bedeutung

Ergänzend zu den bereits genannten Fördermitteln hat die CAU auch 227.821 Euro für die Programmlinie KA171 erhalten, welche internationale Mobilitäten mit Hochschulen außerhalb Europas unterstützt. Diese Förderung gilt für 36 Monate und wird zentral vom International Center koordiniert. Ein interessantes Highlight aus dem aktuellen Erasmus+-Call 2026 sind die vier neu geförderten internationalen Partnerschaften:

  • Das Institut für Informatik kooperiert mit der University of Prishtina im Kosovo für gegenseitige Mobilitäten.
  • Das Institut für Betriebswirtschaftslehre intensiviert die Zusammenarbeit mit der Odesa I. I. Mechnikov National University in der Ukraine.
  • Das Projekt „ALGAE“ kooperiert mit der University of Ruhuna in Sri Lanka, um nachhaltige Umweltforschung voranzutreiben.
  • Das Institut für Geowissenschaften vertieft die Partnerschaft mit der University of Dar es Salaam in Tansania, insbesondere im Bereich der Korallenriff- und Umweltforschung.

Obwohl die Kooperation mit der Rio de Janeiro State University in Brasilien positiv bewertet wurde, erhielt sie keine finanzielle Unterstützung aufgrund der hohen Nachfrage. Dies verdeutlicht den intensiven Wettbewerb um die verfügbaren Fördermittel im Rahmen des Erasmus+-Programms.

Unterstützung für Studierende im Ausland

Das Erasmus+-Programm richtet sich an eine breite Zielgruppe: Studierende in Kurzstudiengängen, Bachelor- und Master-Studierende sowie Doktorandinnen und Doktoranden können sich für einen Aufenthalt bewerben. Die Voraussetzungen sind klar definiert: Eine Einschreibung an einer teilnehmenden Hochschule sowie die Relevanz des Studienaufenthalts für das eigene Studium sind unerlässlich. Dabei sind die Aufenthalte flexibel gestaltet – von 2 bis 12 Monaten oder bei Kurzaufenthalten sogar von 5 bis 30 Tagen.

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Die finanzielle Unterstützung durch Erasmus+ wird von den entsendenden und aufnehmenden Hochschulen beantragt, wobei die Höhe des Stipendiums stark von den Lebenshaltungskosten und anderen Faktoren abhängt. Für viele Studierende stellt das Erasmus+-Programm somit eine wertvolle Möglichkeit dar, international zu studieren, ohne sich über finanzielle Barrieren den Kopf zu zerbrechen.

Die Mitglieder der Erasmus+-Gemeinschaft profitieren nicht nur von einem engagierten Austausch untereinander, sondern auch von einem Netzwerk, das durch die vier Nationalen Agenturen in Deutschland unterstützt wird. Diese Agenturen setzen sich dafür ein, die Chancen, die das Programm bietet, verständlich und serviceorientiert zugänglich zu machen. Durchlangjährige Kompetenz in der EU-Bildungszusammenarbeit wird als Schlüssel zum Erfolg betrachtet.

Insgesamt stärkt die Einwerbung von Fördermitteln die internationale Ausrichtung der CAU und schafft zugleich wertvolle Gelegenheiten für Studierende, die Welt außerhalb ihrer Hochschulmauern zu erkunden und neue Horizonte zu entdecken. Immer mehr junge Menschen haben die Chance, aus ihrer gewohnten Umgebung auszubrechen und unvergessliche Erfahrungen zu sammeln.