Am 4. Mai 2026 erfuhr die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) vom Tod eines geschätzten Mitglieds ihres Hochschulrats: Dr. Christiane Kling-Mathey. Ihr Verlust wird in der Universitätsgemeinschaft und darüber hinaus als schmerzliche Lücke wahrgenommen. Dr. Kling-Mathey war nicht nur bekannt für ihr außergewöhnliches Engagement, sondern brachte auch ein klares Urteilsvermögen und umfassende Kenntnisse der deutschen Wissenschaftslandschaft mit. Das Präsidium der CAU spricht der Familie sein tiefstes Mitgefühl aus und erkennt damit die bedeutende Rolle an, die Dr. Kling-Mathey in der Entwicklung der Universität in den letzten Jahren gespielt hat.
Dr. Christiane Kling-Mathey promovierte in Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Eberhard Kolb und leitete zuletzt die Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Wissenschaftsrates. In dieser Funktion fungierte sie auch als Pressesprecherin, was ihre Verbindung und ihren Einfluss auf das Hochschulwesen weiter festigte. Ihre Expertise hat die Wahrnehmung und die strategische Ausrichtung der Universität nachhaltig geprägt.
Aktuelle Herausforderungen für Studierende
Während die CAU um Dr. Kling-Mathey trauert, ist der Blick auf die Herausforderungen des Hochschulsystems auch heute von Bedeutung. Dies wird besonders deutlich, wenn man die Erfahrungen der Medizin-Studentin Katharina Freitag von der Universität Leipzig betrachtet. Sie schildert die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Studienalltag. Im März 2020 führte die unerwartete Nachricht, dass das Semester nicht wie geplant startet, zu einem großen Schock unter den Studierenden. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung stellte für viele eine psychische Belastung dar.
Trotz der Schwierigkeiten erlebte das Sommersemester 2020 eine bemerkenswerte Wandlung, da die Studierenden sich bemühten, das Beste aus der Situation zu machen. Flexible Lernmethoden wie Video-Podcasts wurden als positiv hervorgehoben, auch wenn die praktischen Anteile im Medizinstudium schmerzlich vermisst wurden. Der Patientenkontakt, der für viele eine große Motivation darstellt, blieb in dieser Zeit stark eingeschränkt. So besinnen sich die Studierenden immer wieder auf den Grund, warum sie das Medizinstudium gewählt haben.
Hochschulen im Wandel
Der Kontext dieser Herausforderungen zeigt sich auch in den Ergebnissen des Forums Hochschulräte, das während der Pandemie wichtige Erkenntnisse für die Hochschul-Governance lieferte. Die Pandemie hatte massive Auswirkungen auf das Hochschulsystem, und die Notwendigkeit eines stabilen Krisenmanagements wurde prägnant in den Aussagen von Rektoren und Kanzlerinnen herausgestellt. Michael Hoch von der Universität Bonn erachtet die Fortführung von Forschung und Lehre während der Krise als großen Erfolg, während Christina Reinhardt von der Ruhr-Universität Bochum die Herausforderungen in den organisatorischen und technischen Bereichen betont.
Diese Veränderungen werfen insbesondere die Frage auf, ob die digitale Lehre dauerhaft im Hochschulsystem verankert bleiben wird. Immer mehr Stimmen, wie die von Muriel Helbig, Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck, und Dagmar Simon von der Universität Paderborn, legen dar, dass partizipative Formen des Führungshandelns in Krisenzeiten eine entscheidende Rolle spielen.
Der Verlust von Dr. Christiane Kling-Mathey und die Erfahrungen der Studierenden während der Corona-Pandemie verdeutlichen die dynamischen Herausforderungen und Veränderungen im Hochschulwesen, die sowohl von individuellen Schicksalen als auch von übergeordneten Entwicklungen geprägt sind. Während die CAU um eine verloren gegangene Stimme trauert, bleibt der Weg in eine herausfordernde Zukunft für die Hochschulen beschwerlich, doch auch voller Potenzial.