In der Bildung liegt die Zukunft, und wie weitreichend die Herausforderungen davon sind, zeigt ein aktuelles Forschungsprojekt, das die Lehrkräftebildung in Afrika stärken möchte. Prognosen besagen, dass bis 2050 die Hälfte der Weltjugend in Afrika leben wird. Angesichts des Lehrkräftemangels und der unzureichenden Ausbildungsqualität in Subsahara-Afrika sind wichtige Fortschritte dringend notwendig, um den Weg für eine nachhaltige Entwicklung zu ebnen. Die Initiative „Sub-Saharan Africa Teacher Leadership for Education for Sustainable Development“ verfolgt genau dieses Ziel.

Dieses Projekt, das eine Kooperation von 15 Institutionen aus Subsahara-Afrika und Europa umfasst, sieht die Stärkung der Führungsrolle von Lehrkräften in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vor. Die Bildung wird als entscheidender Motor in diesem Wandel betrachtet. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, Wissen, Fähigkeiten und Werte der nächsten Generation zu verbessern und Lehrkräfte in ihrer Rolle als Innovationsführer im Lehrplan zu stärken.

Bedeutung der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung fördert nicht nur zukunftsfähiges Denken und Handeln, sondern vermittelt auch wichtige Kompetenzen zur aktiven Gestaltung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Zusammenhänge. Dies ist besonders relevant im Kontext der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030, speziell Ziel 4, das qualitativ hochwertige Bildung für alle anstrebt. Das Bundesbildungsministerium hat seit 2015 die Förderung der BNE in Deutschland zum Schwerpunkt seiner Agenda gemacht und koordiniert die Umsetzung von UNESCO-Programmen, die auf eine stärkere Verankerung der BNE in allen Bildungsbereichen abzielen, informiert bmbfsfj.bund.de.

Das Projekt in Afrika unterstützt nicht nur Lehrkräfte, sondern strebt auch systemische Veränderungen durch ein internationales Netzwerk an, das den Austausch bewährter Verfahren fördert. Lehrkräfte und Lernende sollen sich als aktive Akteure des Wandels sehen, was durch handlungsorientierte Lernmodelle unterstützt wird. Diese Konzepte wurden bereits im Rahmen des „Sustainability Starts with Teachers“-Programms erprobt.

Ausblick und Koordination

Die Koordination vor Ort ist von verschiedenen Führungspersönlichkeiten geprägt, darunter Dr. Zintle Songqwaru-Kamangu von der Rhodes Universität und Prof. Dr. Overson Shumba von der Copperbelt Universität. Die umfangreiche Bedarfsanalyse wird von Dr. Manoah Muchanga von der Universität Sambia geleitet. Weitere Unterstützung leisten auch regionale Partner und afrikanische Universitäten, die für den Erfolg des Vorhabens von entscheidender Bedeutung sind.

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Nach dem erfolgreichen Abschluss des „Training of Trainers“-Programms, bei dem bereits 40 Hochschuldozierende geschult wurden, liegt der nächste Fokus auf der Skalierung der BNE-Veränderungsprojekte. Dieses Vorhaben, das auch durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Kommission kofinanziert wird, wird geleitet von Dr. Caleb Mandikonza von der Universität Witwatersrand und Dr. Tiffany Banda von der University of Malawi.

In einer Welt, in der die Herausforderungen komplexer werden, ist der Bedarf an qualifizierten Lehrkräften, die als Vorbilder und Antreiber für nachhaltige Entwicklungen fungieren, größer denn je. Bildung ist nicht nur ein Schlüssel zu einer besseren Zukunft, sie ist der Grundstein dafür, dass junge Menschen die Welt von morgen nachhaltig mitgestalten können. Informationen zu Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten in der BNE bieten zahlreiche Portale und lokale Netzwerke, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen.