In Marburg wird ein bedeutendes Zeichen für die Umwelt gesetzt. Die Philipps-Universität Marburg beteiligt sich aktiv am bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“, der darauf abzielt, versiegelte Flächen zu entsiegeln und die ökologische Funktion des Bodens wiederherzustellen. Am 23. April 2026 wurde im Rahmen dieser Initiative eine zuvor entsiegelte Fläche am Pilgrimstein bepflanzt. Rund 30 Helfer*innen, darunter Studierende, Auszubildende und Mitarbeitende, packten mit an und gaben der Fläche neues Leben.

Doch warum ist dieses Engagement so wichtig? Hitzestress, Lärm und Luftverschmutzung in Städten nehmen zu und wirken sich spürbar auf die Gesundheit der Bevölkerung aus. Besonders ärmere Bevölkerungsgruppen sind häufig stärker betroffen. Hier setzt die Initiative auch auf die Schaffung von mehr Stadtgrün, das nicht nur die Lebensqualität verbessert, sondern auch zur Reduzierung von Umweltbelastungen beiträgt. Wie das Bundesamt für Naturschutz verdeutlicht, mindern grüne Flächen, wie Parks oder Bäume, die Belastungen in städtischen Gebieten und bieten Erholungsmöglichkeiten, insbesondere in belasteten Stadtteilen.

Gemeinsam für die Umwelt

Die Aktion am Pilgrimstein wurde vom Green Office der Universität initiiert, wobei die Unterstützung des Botanischen Gartens Marburg sowohl bei der Planung als auch der fachlichen Anleitung einfloss. Die ausgewählten Pflanzen sind standortgerecht und insektenfreundlich, was nicht nur zur Biodiversität beiträgt, sondern auch den Lebensraum für viele Tiere verbessert. Studierende konnten praktische gärtnerische Erfahrungen sammeln und erhielten unmittelbar Informationen zur Eignung der Pflanzenarten und deren Pflege.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Entsiegelung ist die Verbesserung der Regenwasserversickerung. Versiegelte Flächen verhindern die optimale Speicherung von Wasser und erhöhen die Gefahr von Überflutungen bei Starkregen. Durch die Maßnahmen, die im Rahmen des Wettbewerbs umgesetzt werden, können solche Risiken minimiert und das städtische Mikroklima positiv beeinflusst werden. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hebt hervor, dass die Förderung von urbanen Grünflächen nicht nur zur Anpassung an den Klimawandel beiträgt, sondern auch die Lebensqualität der Bewohner*innen nachhaltig verbessert.

Gestärkt durch Wettbewerb

Der Wettbewerb „Abpflastern“ wurde von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz ins Leben gerufen und bietet Städten und Kommunen die Möglichkeit, innovative Ansätze zur Entsiegelung und Aufwertung urbaner Räume zu entwickeln. Entsiegelte Flächen tragen nicht nur zur Speicherung von Wasser und zur Kühlung der Umgebung bei, sondern fördern zudem die biologische Vielfalt und das gemeinsame Wohlbefinden der Urbanen. Dies geschieht in einem Umfeld, das zunehmend von Klimafolgen betroffen ist.

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Für die Marburger Initiative ist dies nicht nur ein einmaliges Projekt. Das langfristige Ziel besteht darin, die Stadt klimaresilient zu gestalten und allen Bürger*innen einen Zugang zu attraktiven Grünräumen zu ermöglichen. Denn wie die Daten zeigen, verbessert ein gut geplanter Zugang zu Stadtgrün das Wohlbefinden und senkt den Stresslevel, was insbesondere für Menschen in belasteten Stadtteilen von hoher Bedeutung ist.

Für all jene, die sich für die nachhaltige Stadtentwicklung interessieren, sind neue Informationen rund um den Wettbewerb unter www.abpflastern.de zu finden. Marburgs Engagement könnte somit keinerlei besseres Vorbild für viele andere Städte in Deutschland sein.