Die internationale Wissenschaftswelt bekommt Zuwachs: Prof. Dr. Frank Bremmer von der Philipps-Universität Marburg wurde zum Adjunct Professor (Research) an der Monash University in Melbourne, Australien, ernannt. Diese Entscheidung wurde nicht über Nacht gefällt, sondern steht auf den Schultern einer über zehnjährigen Zusammenarbeit zwischen der Universität Marburg und der Monash University im Bereich der Verhaltensforschung, wie uni-marburg.de berichtet.
Die Schwerpunkte dieser Kooperation liegen in den Bereichen visuelle Verhaltens- und Neurowissenschaften. Die Zusammenarbeit wurde durch zwei umfangreiche Forschungsprojekte der Europäischen Union gestärkt: Das Projekt PLATYPUS, das von 2017 bis 2023 lief, und das aktuelle Projekt PLACES, das von 2023 bis 2027 geplant ist. Im Rahmen von PLATYPUS wurde besonders Wert auf den Personalaustausch zwischen den Partnerlabors gelegt. So fanden viele gegenseitige Besuche statt, die es den beteiligten Forschungsgruppen ermöglichten, ihre Strukturen weiter auszubauen und gleichzeitig Wissen auszutauschen.[platypus-rise.eu]
Forschungsnetzwerk und Ziele
Das PLACES Forschungskonsortium, dem Bremmer nicht nur als Professor angehört, sondern das er auch mitgestaltet, setzt sich aus Experten der Neurowissenschaften, Physik, computergestützter Modellierung und Verhaltensforschung zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, zu ergründen, wie das Gehirn sensorische Informationen unter (quasi) natürlichen Bedingungen verarbeitet. Indem sie große Datenmengen erheben und analysieren, versuchen die Wissenschaftler, wiederkehrende Muster im menschlichen Verhalten und der Wahrnehmung zu identifizieren.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Verbesserung von Behandlungsansätzen für Patienten mit Hirnschädigungen in visuell-kognitiven Regionen des Gehirns. Hierbei könnten auch Erkenntnisse der Forschungsgruppe über den Einsatz von computergestützten Modellen, wie tiefen neuronalen Netzwerken, eine wichtige Rolle spielen. Diese Modelle helfen, menschenähnlichere Ansätze zu entwickeln, die unbekannte Eigenschaften des Gehirns entdecken könnten, wie in den Studien der Max-Planck-Gesellschaft beschrieben.
Stärkung der internationalen Kooperation
Mit dieser Ernennung wird nicht nur die persönliche Karriere von Prof. Dr. Frank Bremmer gefördert, sondern auch die internationalen Forschungsbeziehungen zwischen Marburg und Melbourne gestärkt. Die Adjunct Professorship wird die Voraussetzungen für zukünftige Forschungsinitiativen verbessern und die wissenschaftlichen Kooperationen sowie den Austausch von Studierenden intensivieren. Die Mundpropaganda unter Wissenschaftlern und die positiven Rückmeldungen aus der bisherigen Zusammenarbeit unterstreichen die Relevanz dieser Projekte und eröffnen neue Möglichkeiten für innovative, interdisziplinäre Forschung.
Die berufliche Vernetzung und wissenschaftliche Zusammenarbeit werden so noch enger, was im Sinne aller Beteiligten eine vielversprechende Entwicklung darstellt.