Maria Letícia Sousa Borges erhält DAAD-Preis für akademische Brücken zwischen Münster und Brasília
Die Universität Münster hat Maria Letícia Sousa Borges aus Brasilien mit dem DAAD-Preis 2026 ausgezeichnet. Gewürdigt werden ihr internationales Engagement und ihre akademischen Leistungen. Borges studierte zwei Semester im rechtswissenschaftlichen Masterstudiengang „Comparative and Global Law“ und schloss ihr Studium im September 2026 erfolgreich ab.
Für die Universität Münster ist Borges weit mehr als eine Absolventin mit internationalem Hintergrund. Rektorin Susanne Menzel-Riedl bezeichnete sie als „Brückenbauerin“ zwischen den akademischen Welten Deutschlands und Brasiliens. Borges selbst sagte, der Preis bestätige ihr, dass sie in Münster Spuren hinterlassen habe. Nach ihrer Rückkehr nach Brasilien nehme sie ein Stück Deutschland mit.
Eine Partnerschaft mit angestoßen
Borges gab den entscheidenden Impuls für den Abschluss einer Partnerschaft zwischen den Universitäten Münster und Brasília und war daran maßgeblich beteiligt. Auch an der Universität Brasília bringt sie sich weiter ein: Sie ist Mitorganisatorin des „Brazilian Law Exchange Program“.
Das kostenlose, englischsprachige Programm vermittelt internationalen Studierenden Kenntnisse über das brasilianische Rechtssystem. Zugleich schafft es Raum für fachlichen und kulturellen Austausch. Beim jüngsten Kurs waren auch Studierende aus Münster dabei – der Kontakt blieb also nicht auf Papier und Unterschriften beschränkt.
1.000 Euro vom Auswärtigen Amt
Der DAAD-Preis für hervorragende Leistungen internationaler Studierender ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Mittel stellt das deutsche Auswärtige Amt bereit. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen internationaler Studierender an deutschen Hochschulen; zugleich soll der Preis ihren Beitrag zur Hochschulgemeinschaft sichtbar machen. Für die Universität Münster steht dabei insbesondere der soziale Beitrag ausländischer Studierender im Mittelpunkt.
Vergeben wird der DAAD-Preis bereits seit mehr als zehn Jahren, mit 1.000 Euro pro Hochschule. Sein Ziel geht über die Urkunde und das Preisgeld hinaus: Internationale Studierende sollen ein Gesicht bekommen, ihre persönlichen Geschichten sollen sichtbar werden. Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen dabei stellvertretend für internationale Kommilitoninnen und Kommilitonen aus aller Welt – und gelten als künftige Partner Deutschlands in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
Informationen beim DAAD
Program Ziele, Ausschreibung und Antragstellung sind auf der STIBET-Seite des DAAD zu finden. Dort gibt es außerdem Veröffentlichungen und Videos zu früheren Preisträgerinnen und Preisträgern aus den Jahren 2014 bis 2022.
Zuständig ist das DAAD-Referat „Mobilitäts- und Betreuungsprogramme / P42“. Für Hochschulstandorte von A bis H ist Christiane Dahmann erreichbar: Telefon +49 228 882-440, dahmann@daad.de. Für Standorte von I bis Z ist Jan Rechmann zuständig, Telefon +49 228 882-4665, rechmann@daad.de.
In Münster bleibt von Borges’ Zeit damit nicht nur ein Eintrag im Studienverlauf. Es bleiben Kontakte zwischen zwei Universitäten, ein Austauschprogramm und – wie sie selbst sagt – ein Stück Deutschland im Gepäck.
