Am 17. Juli 2026 war ein großer Tag für die Universität Münster: In der Hochschulwahlversammlung wurden neue Prorektoren gewählt. Dr. Elke Topp, die Vorsitzende des Hochschulrats, und Prof. Dr. Hinnerk Wißmann, der Vorsitzende der Versammlung, entboten den frisch gewählten Prorektoren ihre Glückwünsche. Mit einer beeindruckenden Mehrheit wurden Prof. Dr. Ulrike Weyland, Prof. Dr. Sven Meuth und Prof. Dr. Benjamin Risse in ihre neuen Ämter berufen.

Die Wahlen haben es in sich: Prof. Dr. Sven G. Meuth übernimmt das Prorektorat für Forschung, während Prof. Dr. Benjamin Risse das neu geschaffene Ressort Digitalisierung leiten wird. Prof. Dr. Ulrike Weyland bleibt der von ihr seit 2022 innegehaltenen Position als Prorektorin für Studium und Lehre treu. Die Amtszeit der neuen Prorektoren beginnt am 1. Oktober, gemeinsam mit der designierten Rektorin, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, die bereits als Präsidentin der Universität Osnabrück wirkt und ihr Wissen in die Münsteraner Hochschullandschaft einbringen wird.

Rückblick auf die Wahl

Die Abstimmung verlief äußerst erfolgreich: So erhielten sowohl Meuth als auch Risse alle 207 möglichen Stimmen, während Weyland 202 Stimmen errang. Insgesamt waren 27 stimmberechtigte Mitglieder in der Hochschulwahlversammlung, bestehend aus vier Mitgliedern des Hochschulrats und 23 Mitgliedern des Senats. Um sicherzustellen, dass jede Stimme zählt, erfolgt die Stimmengewichtung durch Multiplikation mit einem festgelegten Faktor.

Ein Highlight des Rektorats ist auch der Kanzler Matthias Schwarte, der seit März 2012 die Geschäfte führt und in den Bereichen Finanzen und Controlling vielfältige Erfahrungen gesammelt hat. Seine Amtszeit dauert bis Ende Juni 2027.

Ein Blick auf die Prorektoren

Gerade in der neuen Konstellation bringen die Prorektoren interessante Hintergründe mit:

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  • Prof. Dr. Sven G. Meuth: Er hat Humanmedizin und Neurobiologie studiert und zuletzt als Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Düsseldorf gewirkt.
  • Prof. Dr. Benjamin Risse: Ein Forscher mit Fokus auf künstliche Intelligenz, der sowohl in Münster studiert als auch einen Blick über den Tellerrand als Research Associate in Edinburgh geworfen hat.
  • Prof. Dr. Ulrike Weyland: Mit ihren Wurzeln in der beruflichen Bildung und Erfahrungen an Berufsschulen bringt sie frischen Wind in die Lehrtätigkeit an der Universität Münster.

Die Prorektoren werden ihre Ämter nebenberuflich ausüben und dabei ihre Lehraufgaben nicht aus den Augen verlieren. In der nächsten Zukunft plant die Universität Münster zudem, das Rektorat um ein sechstes Mitglied zu erweitern, was den Handlungsspielraum und die Expertise im Gremium bereichern wird.

Wichtige Gremien und Aufgaben

Nicht zu vergessen sind die vielfältigen Kommissionen und Ausschüsse, die für die universitäre Gremienarbeit von entscheidender Bedeutung sind. Diese können vom Senat und dem Rektorat gebildet werden, um zeitlich und inhaltlich begrenzte Aufgaben zu erledigen. Besonders hervorzuheben ist die Kommission für Lehre, Studienreform und Studentische Angelegenheiten, die zentrale Studienfragen behandelt, sowie die Finanzkommission, deren Hauptaufgabe die Verwaltung des Haushaltsvolumens der Universität ist.

In den meisten Kommissionen sind auch studentische Vertreter*innen aktiv, was die Mitbestimmung und Partizipation der Studierenden an der Universität unterstreicht. Ein Blick auf die aktuelle Besetzung dieser Gremien ist über die Website der Universität Münster möglich und zeigt das engagierte Miteinander aller Statusgruppen an der Hochschule.

Die kommenden Monate versprechen spannend zu werden, während das neue Rektorat frische Ideen und Perspektiven in die Universität Münster einbringt. Die Institution bleibt ein Ort des Wandels und des Wachstums, wo exzellente Forschung und Lehre Hand in Hand gehen.