Skateboarden: Diskussion über Sport oder Lifestyle am 9. Juli in Münster!
Das Skateboarden hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt, nicht zuletzt durch seine Aufnahme in die Olympischen Spiele 2021 in Tokio. Am 9. Juli findet ein spannendes Podiumsgespräch zum Thema „Skateboarden – zwischen Lifestyle und Leistungssport“ statt, das von Titus Dittmann, einer herausragenden Figur der Skateboard-Szene, moderiert wird. Die Veranstaltung beginnt um 10.15 Uhr im Seminarraum Leo 17.21 auf dem Leonardo-Campus 17. Der Eintritt ist frei, und es gibt sogar eine Mini-Ramp vor dem Gebäude, auf der Interessierte ihre Skateboard-Fähigkeiten ausprobieren können. Die Bretter werden bereitgestellt, sodass jeder die Möglichkeit hat, das Skateboarden kennenzulernen und aktiv zu werden.
Das Podiumsgespräch wird gemeinsam vom Willibald-Gebhardt-Institut (WGI) und dem Institut für Sportwissenschaft organisiert. Dittmann ist nicht nur Skateboard-Pionier, sondern auch Gründer der Organisation skate-aid, die seit 2009 junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt und ihnen durch Skateboarding Perspektiven eröffnet. Der Austausch zwischen den Diskutanten, zu denen auch Hans-Jürgen „Cola“ Kuhn und Julius Dittmann gehören, verspricht interessante Einblicke in die Entwicklungen des Skateboardens, das sich in den letzten Jahren von einer subkulturellen Aktivität zu einem anerkannten Leistungssport gewandelt hat.
Skateboarden in der Gesellschaft
Obwohl das Skateboarden nun olympisch ist, sind die Reaktionen innerhalb der Szene gespalten. Manche skaten leidenschaftlich und fürchten einen Ausverkauf der Werte, die mit dem Sport verbunden sind. Die Diskussion, die Dittmann und seine Mitstreiter anstoßen wollen, dreht sich nicht nur um technische Fähigkeiten und Wettkampf, sondern auch um die tiefere Bedeutung des Skateboardens als Teil einer Lebensart und Kultur.
Das WGI, seit 2018 An-Institut der Universität Münster, hatte sich ursprünglich in Essen bereits 1992 mit einem klaren Fokus auf die sozialen Aspekte des Sports gegründet. Es unterstützt die ethisch-moralischen Werte und die Erziehung von Kindern und Jugendlichen durch Sport. Titus Dittmann hat mit seiner Initiative skate-aid erfolgreich ein Netzwerk aufgebaut, das die pädagogische Kraft des Skateboardens nutzt und gleichzeitig Werte wie Selbstbestimmung und Motivation fördert. Damit leistet die Organisation nachhaltige Präventions- und Friedensarbeit.
Olympische Perspektiven
Ein weiteres Highlight in der Skateboard-Geschichte war die Einführung des Sports in die Olympischen Spiele. Bei den Spielen in Tokio wurden vom 25. Juli bis 5. August 2021 erstmals Wettbewerbe im Skateboarden ausgetragen. Momiji Nishiya und Rayssa Leal, beide erst 13 Jahre alt, trugen mit ihren beeindruckenden Leistungen zur Rekordjüngstheit des olympischen Podiums bei. Mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren war es das jüngste Podium in der Geschichte der Olympischen Spiele.
Der Verband der Skateboard-Szene sieht sich nun der Herausforderung gegenüber, den Sport für die breite Masse zu öffnen, während gleichzeitig die ursprünglichen Werte und der Community-Gedanke gewahrt bleiben müssen. Die Diskussion am 9. Juli wird ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein und Raum für aufschlussreiche Gespräche bieten.
Für alle Skateboard-Liebhaber und Neugierige bietet sich an diesem Tag die Gelegenheit, mehr über diesen dynamischen und sich schnell entwickelnden Sport zu erfahren und selbst einige Tricks auf der Mini-Ramp zu versuchen.
