Erasmus-Erfolg: Osnabrücker Studentin begeistert in Norwegen!
Im akademischen Jahr 2025/26 hat eine Studentin aus dem Fachbereich Humanwissenschaften an der Universität Osnabrück ein Erasmus+ Semester an der University of Bergen in Norwegen absolviert. Anlässlich ihrer Rückkehr erhielt sie am 2. Juli von der Nationalen Agentur für Erasmus- und Hochschulzusammenarbeit beim DAAD eine Urkunde und eine Erasmus+ Tasche. Diese Auszeichnung steht für die bemerkenswerten Erfahrungen, die sie während ihres Aufenthalts sammeln konnte, und unterstreicht das Engagement der Universität Osnabrück für internationale Studienmöglichkeiten.
Prof. Dr. Andrea Lenschow, die Universitätsvizepräsidentin für Internationales, Diversität und wissenschaftliche Qualifikation, äußerte sich positiv über den Austausch und die Bedeutung des Programms für die Studierenden. Seit 1987 ist die Universität Osnabrück Teil des Erasmus+ Programms und hat in dieser Zeit über 5.500 Studierende gefördert. Beliebte Zielorte liegen mit dem Vereinigten Königreich, Spanien, Frankreich und Italien überwiegend in Europa, wobei die am häufigsten gewählte Gast-Universität die University of Hull im Vereinigten Königreich ist.
Der Austausch an der University of Bergen
An der University of Bergen hatten die Studierenden die Möglichkeit, einen spannenden Kurs über Digital Culture zu belegen, der jedoch mit Herausforderungen verbunden war. Die Seminarinhalte waren stark auf das Thema Games fokussiert, was nicht immer eindeutig kommuniziert wurde. Diese Nuancen wiesen darauf hin, wie wichtig es ist, sich im Vorfeld über die Kursinhalte zu informieren, um orientiert ins Studium zu starten.
Die Studierenden berichteten von einer „schulischen“ Organisation und Leistungsbewertung an der Universität, die eine Anwesenheitspflicht und zahlreiche Zwischenabgaben für die Endprüfungen erforderlich machte. Obwohl die Struktur des Semesters als hilfreich empfunden wurde, war der Zeitaufwand insbesondere bei mehreren belegten Kursen nicht zu unterschätzen.
Lebensumstände und persönliche Erfahrungen
Die Lebenshaltungskosten in Norwegen sind hoch, besonders wenn es um Lebensmittel geht. Dennoch gab es zahlreiche Freizeitangebote und Möglichkeiten, sich kulturell zu betätigen, z.B. durch Museumsbesuche, Theateraufführungen oder Wanderungen. Der Aufenthalt in einem Studierendenwohnheim, sowie in einer WG mit norwegischen Kommilitonen, förderte die sprachlichen Fähigkeiten. Intensive Sprachkurse vor und während des Austausches verbesserten die Norwegisch- und Englischkenntnisse erheblich.
Die Nutzung von Plattformen zur WG-Suche war notwendig, da viele Bewerbungen anstanden, um eine passende Unterkunft zu finden. Öffentliche Verkehrsmittel in Bergen waren gut ausgebaut und Monatskarten erschwinglich, was die Mobilität in der Stadt erleichterte. Der Kontakt zu den bisherigen Gastgebern über Airbnb wurde als durchweg positiv wahrgenommen.
Das Erasmus+ Programm, welches seit seiner Einführung mehr als 17 Millionen Teilnehmer in Deutschland verzeichnen kann, plant für das Jahr 2025, 100.000 Geförderte zu unterstützen und wird von 337 Hochschulen mit über 400 Projektkoordinierenden umgesetzt. Eine breite Palette an Studienfächern wird abgedeckt, wobei die aktivsten Bereiche Wirtschaft, Ingenieurwesen und Geisteswissenschaften sind. Diese Anstrengungen und der Austausch bedeuten nicht nur eine Erweiterung des akademischen Horizonts, sondern auch eine wertvolle persönliche Entwicklung für die Studierenden.
Für Interessierte bietet das Erasmus+ Programm sowohl kurzfristige als auch langfristige Mobilitätsmöglichkeiten, wobei eine umfassende finanzielle Unterstützung bereitgestellt wird, um die Erfüllung der akademischen und persönlichen Ziele im Ausland zu gewährleisten. Informationen zu den Voraussetzungen und zur Bewerbung sind auf der offiziellen Seite von Erasmus+ abrufbar.
Zusammengefasst zeigt der Austausch an der University of Bergen die Vielfalt und die Möglichkeiten, die das Erasmus+ Programm den Studierenden bietet – es ist eine wertvolle Chance, um Grenzen zu überwinden und kulturelle Erfahrungen zu sammeln, die ein Leben lang prägen können.
