Auf einer Baustelle der Dillinger Hütte im Landkreis Saarlouis hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, eine groß angelegte Kontrolle gegen mögliche Schwarzarbeit begonnen. Rund 300 Einsatzkräfte überprüften etwa 500 Beschäftigte verschiedener Unternehmen. Der Einsatz dauerte am Donnerstag, 29. Oktober 2026, weiterhin an.

Die Aktion wurde gegen 9 Uhr gestartet. Am Morgen war das große Behördenaufgebot zunächst auf einem gut einsehbaren Parkplatz an den Ford-Werken aufgefallen, bevor die Kontrolle auf der Großbaustelle an der Dillinger Hütte lief. Fahrzeuge wurden kontrolliert, Personalien aufgenommen. Bereits überprüfte Personen erhielten Armbändchen.

Viele Behörden, ein großer Einsatz

Beteiligt sind die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Saarbrücken, die Bundespolizei, die saarländische Polizei beziehungsweise Landespolizei, das Technische Hilfswerk aus Saarwellingen und die Ausländerbehörde Lebach. Das THW baute vor Ort ein beheiztes Zelt auf – bei einem Einsatz dieser Größe kein Nebendetail.

Die Einsatzkräfte stellten die Identität der Beschäftigten fest und befragten sie unter anderem zu Namen und Herkunft, ihrer Tätigkeit sowie zur Art und zu den Bedingungen ihrer Beschäftigung. Wegen der Größe der Baustelle und der Vielzahl beteiligter Firmen und Beschäftigter war die Zusammenarbeit mehrerer Behörden erforderlich.

Unterlagen werden abgeglichen

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Sozialversicherungsmeldungen ordnungsgemäß erfolgt sind und der gesetzliche Mindestlohn eingehalten wird. Außerdem prüfen die Behörden mögliche Verstöße gegen Vorschriften zur Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung.

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Die Unterlagen der beteiligten Betriebe und Beschäftigten wurden sichergestellt. Die erhobenen Daten sollen nach dem Einsatz mit den Geschäftsunterlagen der Unternehmen abgeglichen werden. Ergebnisse erwartet der Zoll erst, wenn diese Prüfung abgeschlossen ist.

Konkrete vorherige Hinweise auf Straftaten gab es laut Hauptzollamt nicht. Die Razzia wurde demnach als regelmäßige Kontrolle und zur Vorbeugung gegen Schwarzarbeit eingeleitet. Ob Verstöße festgestellt wurden, war zum Zeitpunkt des Berichts offen; erste Erkenntnisse oder Ergebnisse lagen noch nicht vor.

Die schiere Zahl der Beschäftigten, Firmen und beteiligten Stellen macht den Einsatz entsprechend umfangreich. Während auf der Baustelle weiter kontrolliert wurde, liefen Befragungen und die Aufnahme der Daten noch – Schritt für Schritt, mit Listen, Fahrzeugen und dem beheizten Zelt des THW als provisorischem Mittelpunkt.