31 internationale Austauschstudierende starten ihr Wintersemester an der Universität Vechta
In Vechta beginnt das Wintersemester 2026/2027 für 31 neue internationale Austauschstudierende. Begrüßt wurden sie vom International Office der Universität Vechta – zunächst an der Hochschule, anschließend im Rathaus. Für manche ist die Stadt im Oldenburger Münsterland noch völlig neu, andere kennen sie bereits: Fünf Studierende, die schon in früheren Semestern nach Vechta gekommen waren, verlängerten ihren Aufenthalt.
Vizepräsident Prof. Dr. Christopher Osterhaus betonte, dass vom internationalen und interkulturellen Austausch nicht nur die Studierenden profitieren. Auch die Universität und die Region gewännen durch die Begegnungen. Bürgermeister Kristian Kater empfing die Gruppe im Rathaus und bezeichnete ihre Ankunft als positives Zeichen.
Vom Rathaus bis zum Wirtschaftsstandort
Kater hob die Universität als Aushängeschild für Stadt und Region hervor. Sie sei außerdem ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Wirtschafts- und Fachkräftestandorts Vechta. Die internationalen Studierenden könnten hier ihr Wissen vertiefen und Kontakte zu Unternehmen im Oldenburger Münsterland knüpfen. Die Stadt wolle ihnen zeigen, was Vechta als Studien-, Lebens- und möglichen späteren Arbeitsort auszeichnet.
Bei einer Führung durch das alte und neue Rathaus gab Matthias Hartz, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Städtepartnerschaften, Einblicke in die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Die Universität ist eine zentrale Bildungs- und Forschungseinrichtung der Region und prägt das städtische Leben. Durch Studierende aus anderen Teilen Deutschlands und dem Ausland ist Vechta zu einer jungen, offenen und zunehmend internationalen Stadt geworden.
Die 31 Gäste kommen überwiegend aus der Ukraine, Tansania und der Türkei. Außerdem sind Albanien, Brasilien, Frankreich, Georgien, Kamerun, Kenia, Kosovo, Libanon, Madagaskar, Marokko, Spanien, Südkorea und Uganda vertreten. Die meisten belegen Germanistik oder Anglistik. Zur Gruppe gehören 22 Bachelor-, 4 Master- und 5 Promotionsstudierende.
Erste Orientierung, neue Kontakte
Der Einstieg läuft über das „Smoother Start Programme“. Auf dem Plan stehen eine Einführung in den Studienstandort Vechta, ein vorbereitender Deutschkurs und ein interkulturelles Training. Auch bei Umzugsformalitäten und der Immatrikulation gibt es Unterstützung – Dinge, die auf dem Papier schnell erledigt wirken, in einem neuen Land aber ordentlich Nerven kosten können.
Damit die ersten Kontakte nicht beim Begrüßungstermin im Rathaus enden, organisiert das International Office Stadt- und Waldspaziergänge, ein Welcome Event, Exkursionen nach Bremen und Osnabrück sowie einen Bowlingabend. Zusätzlich können die internationalen Studierenden am VIP-Mentoring-Programm teilnehmen, dem „Vechta’s International Mentoring Programme“. Dabei erhalten sie individuelle Unterstützung durch Vechtaer Studierende.
Auch über das laufende Wintersemester hinaus richtet sich der Blick bereits auf internationale Mobilität. Am 18.08.2026 wurde die Ausschreibung für ERASMUS+-Studienaufenthalte im Sommersemester 2027 veröffentlicht. Bachelor- und Masterstudierende können sich auf Studienplätze an Partneruniversitäten in ERASMUS+-Programmländern bewerben. Mehr als 70 ERASMUS+-Hochschulpartnerschaften stehen dafür zur Verfügung.
ERASMUS+: Frist endet am 06.09.2026
Bei einer Teilnahme fallen an den Partneruniversitäten keine Studiengebühren an; mögliche Verwaltungsgebühren müssen jedoch bezahlt werden. Das ERASMUS+-Stipendium beträgt je nach Ländergruppe monatlich 600 € oder 540 €. Studierende mit geringeren Chancen können zusätzlich ein Top-up von 250 € monatlich erhalten.
Wer umweltfreundlich reist, kann bis zu sechs zusätzliche geförderte Reisetage bekommen. Die Förderung entspricht dabei der Tagespauschale der jeweiligen Ländergruppe. Die Bewerbungsfrist endet am 06.09.2026. Die vollständige Ausschreibung ist über den Link in der Biografie abrufbar.
Mit den neuen Austauschstudierenden ist auf dem Campus also nicht nur eine weitere Gruppe angekommen, sondern auch ein Stück Alltag aus vielen verschiedenen Ländern. Im Flur wird Deutsch gelernt, im Seminar über Sprache gesprochen, und irgendwo dazwischen muss noch herausgefunden werden, welcher Weg eigentlich zum Rathaus führt.
