Universität Göttingen startet mit 15 Millionen Euro in die Forschungsexzellenz!
Die Universität Göttingen hat heute den Start ihrer strategischen Förderinitiative „The Power of Cooperation“ verkündet. Ziel dieser Initiative ist es, die internationale Strahlkraft und Forschungsexzellenz der Universität zu stärken. Diese Fördermaßnahme wird im Rahmen der zukunft.niedersachsen-Förderung „Potenziale strategisch entfalten“ (PSE) realisiert und hat ein beeindruckendes Budget von 15 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre.
Im Fokus steht die Positionierung der Universität Göttingen als international anerkannte Volluniversität. Die Initiative basiert auf drei strategischen Pfeilern: Erstens sollen fünf Campus Research Alliances gegründet werden, um Kooperationen in zukunftsweisenden Forschungsfeldern zu stärken. Zweitens wird „GöttingenConnect“ als Plattform zur Intensivierung interdisziplinärer Forschungskooperationen eingerichtet. Drittens zielt die Early Career Förderung darauf ab, Wissenschaftlerinnen in frühen Karrierephasen zu unterstützen. Die strategische Verantwortung liegt beim Vizepräsidenten für Forschung und Nachhaltigkeit, Prof. Dr. Brümmer, der das Projekt beim Kick-off-Workshop am 30. Juni 2026 in der Alten Mensa präsentierte. Über 80 Teilnehmende, darunter Wissenschaftlerinnen und Mitglieder des Senats, diskutierten die strategischen Chancen und Umsetzungsschritte der Initiative (Uni Göttingen).
Stärkung der Universitäten in Niedersachsen
Das Land Niedersachsen hat in den letzten Jahren insgesamt 265 Millionen Euro in die Entwicklung seiner Hochschulen investiert. Diese Mittel profitieren alle 20 staatlichen Universitäten des Landes, die an der Förderinitiative „Strategisch Potenziale entwickeln“ teilgenommen haben. Die Anträge wurden von einem internationalen Expertengremium bewertet. Dabei spielten Kriterien wie Innovationsgrad, wirtschaftliche und wissenschaftliche Hebelwirkung sowie die geplante Förderung von Fachkräften eine zentrale Rolle (Niedersachsen Zukunft).
Vielfalt der geförderten Projekte
Unter den geförderten Projekten sticht die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hervor, die 22,5 Millionen Euro erhält. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Stärkung der Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften, einer intensiven Netzwerkbildung sowohl innerhalb der Universität als auch international, insbesondere mit der Partneruniversität in Groningen. Das Ziel ist es, sich als Innovationszentrum im Nordwesten zu etablieren und akademische Bindeglieder zu den Niederlanden zu schaffen.
Ebenfalls bemerkenswert ist die Technische Universität Braunschweig, die das Konzept der „Ecoversity“ verfolgt, um traditionelle akademische Grenzen zu überwinden und ein umfassendes, kollaboratives Forschungssystem zu schaffen. Sie erhält ebenfalls 22,5 Millionen Euro, mit einem Fokus auf biomedizinische Forschung und nachhaltige Raumgestaltung.
Die Leuphana Universität Lüneburg setzt auf grundlegende Transformationsprozesse in Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft und wird mit 18,5 Millionen Euro gefördert. Sie plant die Einführung eines innovativen Doktoranden- und Gastforscherprogramms sowie die Gründung eines neuen Leuphana Transformation Lab zur Koordination interdisziplinärer und internationaler Kooperationen (Niedersachsen Zukunft).
Insgesamt zeigt sich, dass die Förderinitiative dazu dient, die Stärken der Universitäten in Niedersachsen weiterzuentwickeln und gezielte Unterstützung für zukunftsorientierte Projekte zu bieten. So wird die Hochschullandschaft des Landes nicht nur gestärkt, sondern auch innovativer gestaltet.
