Am 4. Mai 2026 hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Wien und mit Beteiligung der Universität Göttingen eine wegweisende Studie zur globalen Verbreitung und dem Invasionsrisiko gebietsfremder Pflanzen veröffentlicht. Diese Untersuchung, die in der renommierten Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution erscheint, analysiert nicht nur aktuelle, sondern auch zukünftige Klimabedingungen und deren Einfluss auf die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten. Laut Universität Göttingen zeigt die Studie, dass sich die Hotspots für invasive Pflanzen deutlich verlagern werden: Künftig sind gemäßigte Regionen stärker gefährdet, während subtropische Gebiete weniger invasive Arten erwarten können.

Europa sieht sich laut den Ergebnissen dieser Studie mit dem höchsten Risiko für die Ausbreitung von Neobiota konfrontiert. Ein Drittel der globalen Landfläche könnte dabei für mindestens 10 Prozent invasiver Arten geeignet sein. Diese Prognosen verbinden umfassende Daten zur Verbreitung von 9701 Pflanzenarten mit wesentlichen Einflussfaktoren wie Klima und Landnutzung. Ein zentrales Instrument der Forschung ist die GloNAF-Datenbank, die als Fundament für die Erfassung gebietsfremder Pflanzenarten dient.

Begünstigte Regionen und invasive Risiken

Die Studie betont, dass zukünftig auch abgelegene boreale und polare Regionen anfälliger für den Einfluss invasiver Pflanzen werden könnten. Insbesondere Arten, die sich gut an das warme Klima anpassen, sind auf dem Vormarsch. In Europa werden besonders aggressive Arten wie die Beifuß-Ambrosie und die Robinie von der Untersuchung als potentielle Herausforderung hervorgehoben.

Doch nicht nur die männliche oder weibliche Bevölkerung in den Städten wird aktiv gefragt, auch die Natur zieht in den nächsten Jahren nach. Klimawandel beeinflusst die Flora und Fauna der Region maßgeblich. Dies ist ein Thema, das auch auf der Webseite des Bundesamts für Naturschutz aufgegriffen wird. Hier erhält man umfassende Informationen zu gebietsfremden und invasiven Arten in Deutschland und dem dazugehörigen Umgang damit. Der Klimawandel und menschliche Aktivitäten wie Flächeninanspruchnahme sind starke Treiber für die Verdrängung heimischer Arten.

Eindämmungsmaßnahmen und Empfehlungen

Das Bundesamt für Naturschutz klärt auch über die Rolle des Klimawandels bei der Etablierung von Neobiota auf. Es wird darauf hingewiesen, dass invasives Artenmanagement notwendig sei, um negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu verhindern. Auch ein Bewusstsein für invasive Tiere und Pflanzen in Nordrhein-Westfalen wird geschärft. In dieser Region gibt es rund 35.500 Tierarten, von denen etwa 200 zu den Neobiota zählen. Viele dieser Arten, wie die Nosferatu-Spinne, sind neu im Gebiet und breiten sich aufgrund günstiger klimatischer Bedingungen aus.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Nosferatu-Spinne, ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, hat sich durch Warentransporte nach Deutschland eingeschlichen und wird oft in der Nähe menschlicher Siedlungen gesichtet. Ihr Biss ist in der Regel ungefährlich, kann jedoch allergische Reaktionen hervorrufen. Die Bevölkerung wird ermutigt, diese Arthropoden behutsam einzufangen und in die Natur auszusetzen.

Die Zahl der invasiven Arten rückt immer mehr in den Fokus der Umweltschutzbemühungen – insbesondere angesichts der steigenden globalen Temperaturen. Maßnahmen zur Eindämmung invasiver Arten sind dringlich, um Schäden an den heimischen Ökosystemen zu vermeiden. Aus diesem Grund gibt es sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene immer wieder Empfehlungen zur nachhaltigen Vorgehensweise im Umgang mit invasiven Pflanzen und Tieren.

Für weitere Informationen und zur Kontaktaufnahme steht unter anderem Prof. Dr. Holger Kreft von der Universität Göttingen zur Verfügung, der die Verantwortung für diese bedeutende Forschung trägt. Die Anforderungen an den Umgang mit der Natur verändern sich und fordern ein Umdenken in der Gesellschaft, wie die Erhebung der Daten zu gebietsfremden Arten zeigt.