In Rheinland-Pfalz gibt es wichtige Entwicklungen in der Informatikausbildung, die Schüler:innen fit für die digitale Zukunft machen sollen. Am 26. Mai 2026 hat Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig die Bedeutung von Medienkompetenz für Schülerinnen und Schüler hervorgehoben. Im Rahmen dieser Initiative wird Informatik ab dem Schuljahr 2028/2029 als Pflichtfach eingeführt. Damit das erfolgreich umgesetzt werden kann, gibt es einen großen Bedarf an qualifizierten Lehrkräften.

Zur Lösung dieser Herausforderung wird in Kooperation mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) ein neuer Zertifikatsstudiengang ins Leben gerufen. Ab dem Wintersemester 2026 haben Lehrkräfte die Möglichkeit, sich berufsbegleitend für Informatik an Realschulen oder Gymnasien zu qualifizieren. Der Studiengang dauert drei Jahre und führt zur Lehrbefähigung Informatik als Drittfach. Das hybride Studienformat ermöglicht es den Teilnehmenden, das Studium online zu absolvieren und gleichzeitig ihren Schuldienst zu leisten, was eine flexible Handhabung des Zeitplans erleichtert.

Integration von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung

Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Lehrangebots ist die Integration von aktuellen Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz, die in die Ausbildung der Lehrkräfte einfließen werden. Die RPTU setzt auf eine Verbindung von Bildungswissenschaften und Informatik, um eine qualitativ hochwertige Informatikausbildung zu gewährleisten. Das Ziel ist es, Lehrerinnen und Lehrer optimal auf das bevorstehende Pflichtfach Informatik vorzubereiten und die digitale Bildung in den Schulen zu stärken. Für Lehrkräfte mit Vorkenntnissen ist zudem die Anerkennung von bereits erworbenen Qualifikationen möglich.

Aktuelle Erfolge in der Informatik

<pNeben der Lehrerbildung gibt es auch erfreuliche Nachrichten aus der Forschung der RPTU: Prof. Dr. Anthony W. Lin wurde mit dem „Outstanding Paper“-Preis der ICLR für seine Arbeit „Transformers are Inherently Succinct“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung teilen sich nur zwei Abhandlungen. Die Machine-Learning-Gruppe der RPTU hat zudem sechs Beiträge auf der ICML 2026 platziert, was die hohe wissenschaftliche Aktivität des Fachbereichs unterstreicht.

Ein weiterer innovativer Schritt ist das Interreg NWE-Projekt „Boost AI“, in dem der Lehrstuhl für Maschinelles Lernen der RPTU Partner ist. Ziel dieses Projekts ist es, die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in Nordwesteuropa zu stärken, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen. Das Setting soll transnationale Innovationsnetzwerke aufbauen, die den Austausch von Ideen und Technologien ermöglichen.

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Dr. Franca Alexandra Rupprecht wird zum 1. April 2026 die Geschäftsführung des Fachbereichs Informatik übernehmen. Sie folgt auf Dr. Schürmann, der nach 20 Jahren in den Ruhestand tritt. Einem positiven trend in der Lehre steht die Aufnahme von Dr. Annette Bieniusa in die Akademie Ausgezeichnete Hochschullehre e.V. vor. Sie verfolgt das Ziel, den Austausch mit anderen Dozierenden zu intensivieren und die Lehrmethoden weiterzuentwickeln.

Abschließend sei noch erwähnt, dass die RPTU auf dem Weg ist, Veränderung in der Ausbildung zu bewirken. Das Informatikstudium wird von der Studentin Sarah Jung positiv bewertet, und Befragungen zeigen, dass Absolventen gut auf den Berufsalltag vorbereitet werden. So legt die RPTU den Grundstein für eine zukunftsorientierte und praxisnahe Bildung in der Informatik.

Erfahren Sie mehr über die Entwicklungen von rptu.de und weitere Informationen zur Informatik an cs.rptu.de.