Ein neuer Meilenstein in der Neuroimmunologie wurde heute angekündigt: Die Klaus Faber Stiftung hat die Einrichtung einer Stiftungsprofessur W2 am neu gegründeten Klaus-Faber-Institut für Neuroimmunologie an der Medizinischen Fakultät am Campus Homburg unterstützt. Dies wurde durch eine vertragliche Vereinbarung, die jetzt unterzeichnet wurde, besiegelt. Das Institut wird sich der Entschlüsselung neuroimmunologischer Mechanismen widmen und neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie neuroimmunologischer Erkrankungen entwickeln, mit einem klaren Fokus auf Multiple Sklerose.

Die Multiple Sklerose (MS) ist ein zentrales Anliegen der Förderprojekte der Klaus Faber Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Wissenschaft und Forschung in der Medizin voranzutreiben. Neben der neuen Professur ist die Stiftung bereits in mehreren Initiativen zur medizinischen Grundlagenforschung tätig, angefangen bei der Stiftungsprofessur für Wirkstoff-Bioinformatik am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland HIPS im Jahr 2018 bis hin zu Engagements im Klaus Faber Zentrum für Hornhauterkrankungen an der Augenklinik am Universitätsklinikum des Saarlandes.

Die Rolle der Klaus Faber Stiftung

Die Klaus Faber Stiftung agiert als Alleinaktionärin der Klaus Faber AG, einem namhaften Kabeldistributor in Europa mit rund 300 Mitarbeitern. Dieses wirtschaftliche Fundament ermöglicht es der Stiftung, gezielt Projekte in der medizinischen Forschung zu unterstützen. Bereits in Universitäten wie Göttingen, Freiburg und München hat sie sich im Bereich der Neuroimmunologie einen Namen gemacht. So erhält beispielsweise Dr. Leon Hosang vom Institut für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose-Forschung der Universitätsmedizin Göttingen ein dreijähriges Stipendium im Wert von 300.000 Euro von der Stiftung. Ziel dieser Förderung ist die Gründung einer unabhängigen Arbeitsgruppe, die sich mit der Erforschung der Entstehung und Entwicklung von MS beschäftigt.

Dr. Hosangs Forschungsarbeit zielt darauf ab, die Regulation von Autoimmunprozessen im Gehirn durch die bakterielle Lungenflora zu untersuchen. Der Übergang zur eigenen Arbeitsgruppe stellt einen signifikanten Karriereschritt für den Nachwuchswissenschaftler dar und zeigt das Engagement der Klaus Faber Stiftung, talentierte Forscher und innovative Projekte in der medizinischen Wissenschaft zu fördern. Die Offizielle Startveranstaltung fand im August 2021 im Logistikzentrum Hedemünden der Klaus Faber AG statt.

Mit der Unterstützung der Klaus Faber Stiftung wird nicht nur die Grundlagenforschung in der Neuroimmunologie gestärkt, sondern auch die genannten Initiativen fördern einen interdisziplinären Austausch und ermöglichen wichtige Fortschritte in der Erforschung von Multipler Sklerose und anderen neuroimmunologischen Erkrankungen.

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