Am 30. Juli wird im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) die Projektabschlusspräsentation des von Bundesforschungsministerium geförderten Projekts Escade stattfinden. Unter der Leitung von Wolfgang Maaß hat ein Forschungskonsortium, zu dem unter anderem die Technische Universität Dresden gehört, intensiv an der Reduzierung des Energiebedarfs von Künstlicher Intelligenz gearbeitet. Im Rahmen dieses Projekts wurden neue, energieeffiziente KI-Modelle entwickelt, die die Energieaufnahme um bis zu 90 Prozent senken können, ohne dabei an Leistung einzubüßen, wie uni-saarland.de berichtet.

Der Energiebedarf von KI-Modellen ist nicht zu vernachlässigen. Weltweit verursachen sie hunderte Terawattstunden, was einen erheblichen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Um dem entgegenzuwirken, setzen die Forscher auf technische Innovationen wie die automatisierte Neuronale Architektursuche, die den Energieverbrauch eines KI-Modells um bis zu 40 Prozent senken kann. Ein konkreter Anwendungsfall ist ein KI-Modell zur automatischen Stahlschrottsortierung, das energieeffizienter und leistungsfähiger arbeitet als herkömmliche Ansätze. Das Projekt wurde über drei Jahre mit rund fünf Millionen Euro gefördert.

Forschung über Grenzen hinweg

Das Team hinter Escade besteht nicht nur aus deutschen Forschern. Auch Institutionen aus Österreich sind beteiligt. Unter anderem entwickeln sie KI-Methoden zur Senkung des Energieverbrauchs von Rechenzentren mit dem Ziel, den CO₂-Fußabdruck um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Rechenzentren selbst sind große Energiefresser und verursachen somit etwa 3,5 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen, was die Dringlichkeit der Forschung verdeutlicht. Dass diese neuen Technologien eine nachhaltige Grundlage für die Digitalisierung legen könnten, ist die Hoffnung der Wissenschaftler, wie techzeitgeist.de aufzeigt.

Im Rahmen der Projektarbeiten wurden zwei Hauptmethoden zur Energieeinsparung entwickelt: die Wissensdestillation, bei der ein großes KI-Modell ein kleineres, effizienteres Modell trainiert, und die Neuronale Architektursuche (NAS), die eine automatische Suche optimaler Netzwerkstrukturen zur Verbesserung der Energieeffizienz nutzt. Diese Methoden befinden sich zwar noch in der Forschungsphase, zeigen aber vielversprechendes Potenzial zur Effizienzsteigerung in der Branche.

Ein Blick in die Zukunft

Die Digitalisierung bringt neue Herausforderungen mit sich, und der Bedarf an nachhaltigen Technologien wächst stetig. Forscher sehen die Ergebnisse des Escade-Projekts als Wendepunkt für die Entwicklung grüner IT-Infrastrukturen. In den kommenden Jahren wird es entscheidend sein, in intelligente Systeme zu investieren, um sowohl Betriebskosten zu senken als auch ökologische Verantwortung wahrzunehmen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Mit der Präsentation am 30. Juli wird sich zeigen, wie die erzielten Ergebnisse in die Praxis umgesetzt werden können. Das DFKI und die Technische Universität Dresden spielen dabei eine Schlüsselrolle, die über die aktuellen Forschungsbedürfnisse hinaus auch zukünftige Entwicklungen nachhaltig prägen könnten. Die langfristigen Auswirkungen dieser Innovationen könnten entscheidend dafür sein, die ökologische Fußabdruck der KI-Technologien signifikant zu verringern und die Branche in eine nachhaltigere Zukunft zu führen.