Was steht an in der Welt der digitalen Geisteswissenschaften? Am 10. und 11. Juli 2026 findet an der Universität des Saarlandes eine spannende Tagung unter dem Titel „Zwischen altem Text und Algorithmus: Digitale Perspektiven für Philologie und Geschichtswissenschaft“ statt. Veranstaltet vom Institut für Klassische Philologie, richtet sich die Tagung an Vertreter der Altertumswissenschaften, Mediävistik und neueren Philologien, die sich mit digitalen Editionen und der Anwendung moderner Technologien in den Geisteswissenschaften beschäftigen.

Das Ziel der Tagung ist klar definiert: Die Vorstellung von Projekten und Aktivitäten, die insbesondere digitale Editionen historischer Dokumente in den Mittelpunkt stellen. Diese digitalen Editionen spielen eine zentrale Rolle in den Geisteswissenschaften, da sie historische Dokumente analysieren, rekonstruieren und digital zugänglich machen. Sie bieten nicht nur Facsimiles, sondern auch interaktive Funktionen wie Suchmöglichkeiten und Hyperlinks, die den Zugang zu den Inhalten erheblich erleichtern. Das Digitale Humanities Team der Universität Zürich verweist darauf, dass digitale Editionen durch ihre Merkmale den Zugang zu historischen Quellen erweitern und die Forschung durch Transparenz und Vernetzung fördern.

Einblicke in die Zukunft der Forschung

Ein besonderes Highlight der Tagung ist der Keynote-Vortrag von Prof. Charlotte Schubert, einer renommierten Althistorikerin aus Leipzig. Sie wird Erkenntnisse über „Digital Classics“ teilen und damit einen Einblick in aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digital Humanities bieten. Nachwuchswissenschaftlerinnen haben zudem die Möglichkeit, über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der akademischen Lehre zu berichten. Dies zeigt die Dynamik und Vielfältigkeit der Ansätze, die in der digitalen Forschung verfolgt werden.

Ein wesentliches Thema innerhalb der Tagung ist die Interaktivität digitaler Editionen. Die technologischen Grundlagen, wie etwa die Nutzung von XML und TEI zur strukturierten Speicherung von Inhalten, tragen dazu bei, dass die Daten für Benutzende langfristig verfügbar und einfach zu durchsuchen sind. Die SUB Göttingen unterstützt diese Entwicklung, indem sie als Partnerinstitution im DARIAH-EU Netzwerk agiert und nachhaltige Forschungsinfrastrukturen für Geistes- und Kulturwissenschaften koordiniert.

Insgesamt werden auf der Tagung nicht nur aktuelle Projekte und Entwicklungen präsentiert, sondern auch die Kooperation der Disziplinen gefördert. Der Austausch über Methoden, Daten und Werkzeuge steht dabei im Vordergrund. So verweist das DARIAH-DE Koordinationsbüro auf die Notwendigkeit von interoperablen und FAIR-Daten, die eine langfristige Nutzung für die geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen sicherstellen.

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Die Tagung findet im Sportcampus Saar, Tagungsraum 41 (Gebäude 4) statt. Interessierte können sich bei Prof. Dr. phil. Christoph Kugelmeier unter der Telefonnummer 0681 302-2325 oder via E-Mail (c.kugelmeier(at)mx.uni-saarland.de) anmelden. Für alle, die sich einen Überblick über das Programm verschaffen möchten, ist der Link zum Tagungsprogramm auf der Webseite des Instituts für Klassische Philologie zu finden.