Zukunft des Rechts: Workshop zu KI im juristischen Alltag am 31. Juli
Wie steht es um die Zukunft der Jurisprudenz in Zeiten der künstlichen Intelligenz? Diese Frage ist zentral für den interdisziplinären Workshop „Legal Work with AI“, der am 31. Juli 2026 an der Universität des Saarlandes stattfinden wird. Veranstaltet vom Institut für Rechtsinformatik in Kooperation mit dem Deutschen EDV-Gerichtstag (EDVGT), zielt das Event darauf ab, Wissenschaftler:innen, Praktiker:innen und Studierende zusammenzubringen, um über Chancen und Herausforderungen der KI im juristischen Bereich zu diskutieren.
Der Workshop ist Teil der Summer School IT-Recht und Rechtsinformatik, die vom 27. Juli bis 5. August 2023 gehalten wird. Für alle Interessierten besteht die Möglichkeit, entweder vor Ort teilzunehmen oder online zuzuhören. Dabei wird vielerorts die Frage aufgekommen sein: Welche Rolle spielt KI im juristischen Alltag? Der Einsatz von KI kann Juristen bei Routineaufgaben unterstützen und Zeit für tiefere juristische Bewertungen einsparen. Dennoch müssen die Grenzen in Betracht gezogen werden, da KI fehleranfällig sein kann und es zu Missverständnissen oder Datenschutzfragen kommen kann.
Einblicke und Debatten
Experten werden während des Workshops wertvolle Einblicke in die aktuellen Forschungsergebnisse und innovative Ansätze zum Thema AI und Recht bieten. Unter anderem wird es eine Demonstration geben, die den Stand der Technik bei der Erledigung juristischer Aufgaben durch KI illustriert. Oleksandr Kolomiyets und Ulrich Süß von Sinc GmbH werden diese Vorführung leiten. Auch Richter Rafael Campedelli Andrade wird einen Vortrag halten, der den Einfluss von KI-Tools auf die Richterarbeit in Brasilien behandelt.
Die Diskussion über die Rolle von KI im Jura-Studium wird von Professor Georg Borges geleitet. Dies ist ein spannender Aspekt, der besonders für Studierende von Bedeutung ist, die in einem sich schnell verändernden Umfeld auf ihre Karriere vorbereitet werden müssen. Ein gewisses Maß an Skepsis gegenüber KI bleibt bestehen, wie LTO anmerkt: Die eigentliche Verantwortung bleibt beim Juristen, und KI kann nur unterstützend wirken, nicht als alleiniger Entscheidungsfinder. Die Tools wie Claude von Anthropic, Gemini von Google und ChatGPT von OpenAI können bei vielen Aufgaben hilfreich sein, sind jedoch nicht in der Lage, komplexe juristische Dokumente selbstständig zu erstellen.
Die Rolle der KI im juristischen Alltag
Einer der zentralen Punkte des Workshops ist die Definition der Rolle, die KI im juristischen Alltag einnehmen kann. Als kreativer Sparringspartner, eifriger Kollege oder engagierter Lernbegleiter – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. KI kann Vorschläge generieren und helfen, zeitaufwendige Aufgaben zu bewältigen. Dabei bleibt es essenziell, die generierten Outputs kritisch zu überprüfen, da viele KI-Tools nicht mit spezifischen juristischen Daten trainiert wurden und daher Schwächen aufweisen können.
Für alle, die am Workshop teilnehmen möchten, gelten folgende Gebühren: 100 Euro für die persönliche Teilnahme, mit einem ermäßigten Preis von 50 Euro für Studierende. Last Minute-Anmeldungen sind bis zum 27. Juli möglich. Das Institut für Rechtsinformatik gilt als eine der führenden Forschungseinrichtungen in Deutschland, die sich intensiv mit den rechtlichen und technischen Fragen der digitalen Welt auseinandersetzt. Dieser Workshop ist eine hervorragende Gelegenheit, sich umfassende Kenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Recht und KI anzueignen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen.
