Anna Finzel, promovierte Sprachwissenschaftlerin und Absolventin der Universität Potsdam, hat in ihrer Karriere einen bemerkenswerten Weg eingeschlagen. Heute leitet sie die Kommunikation im Koordinationsteam des NUM Studiennetzwerks am „Institut für Digitale Medizin und Klinische Datenwissenschaften“ der Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Ihr Wechsel in die Wissenschaftskommunikation im Jahr 2022 fiel zusammen mit ihrem Bestreben, klinische Studien zu fördern und die damit verbundenen bürokratischen Prozesse zu erleichtern. uni-potsdam.de berichtet, dass das NUM Studiennetzwerk Forschende aktiv dabei unterstützt, den Start klinischer Studien zu beschleunigen.
Finzel hat als Dozentin an ihrer Alma Mater unterrichtet. Während ihrer Zeit an der Universität erwarb sie viele Zusatzqualifikationen an der Potsdam Graduate School (PoGS), wo sie eine einjährige Weiterbildung in Wissenschaftskommunikation absolvierte. Diese Weiterbildung umfasste sieben Workshops, darunter ein bedeutendes Medientraining an der Filmuniversität Babelsberg. Außerdem präsentierte sie ein Projekt über „Linguistic Fun Facts“ als Abschluss ihrer Weiterbildung. Ihre akademische Karriere wurde von einem Dozenten für Linguistik maßgeblich beeinflusst, der ihr Interesse an der Forschung weckte.
Herausforderungen und Weiterentwicklung
Ein zentraler Aspekt ihrer Ausbildung an der PoGS war ein Kurs zur strukturierten Vorbereitung ihrer Doktorarbeit, der ihr half, ihr Thema prägnant zu formulieren. Finzel sah sich jedoch vor unerwartete Herausforderungen, als sie gebeten wurde, ein Seminar zu leiten. Sie absolvierte daraufhin die Fortbildung „International Teaching Professionals“, die ihr praktische Grundlagen für das Unterrichten vermittelte. Diese Erfahrungen haben ihre Fähigkeiten in der Wissenschaftskommunikation erheblich erweitert.
Obwohl Finzel den Wunsch hegte, selbst zu forschen, sieht sie die Geisteswissenschaften als zunehmend weniger attraktiv für eine Professur. Diese Einschätzung basiert auf der Realisierung, dass viele Positionen in der Wissenschaft befristet sind und es an dauerhaften Stellen mangelt. Gleichzeitig erwarb sie an der PoGS auch Kenntnisse im Drittmittelantrag und absolvierte eine Fortbildung im Wissenschaftsmanagement.
Ein neuer Weg in der Medizin
In ihrem neuen Job hat Finzel die Möglichkeit, an Projekten im Millionenbereich im medizinischen Sektor zu arbeiten. Sie zeigt sich optimistisch, dass sie sich in neue Themen wie die klinische Forschung einarbeiten kann. Der Schritt in die Wissenschaftskommunikation hat ihr nicht nur Zugang zu dieser neuen Welt eröffnet, sondern auch die Chance gegeben, einen signifikanten Einfluss auf die Entwicklung und Durchführung klinischer Studien zu nehmen.
Die Potsdam Graduate School, an der Finzel so viele wertvolle Erfahrungen sammeln konnte, feiert im Jahr 2026 ihr 20-jähriges Bestehen. Diese Institution hat eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Forschenden in ihrer Qualifizierungsphase gespielt und bietet eine solide Grundlage für den Einstieg in die wissenschaftliche Gemeinschaft.