Am 14. Juli 2026 treten am 2. August 2026 weitere Regelungen des europäischen AI Act in Kraft, die die Transparenz des KI-Einsatzes betreffen. Der AI Act gilt als das weltweit erste umfassende Regelwerk für Künstliche Intelligenz (KI) und wurde am 21. Mai 2024 von den 27 EU-Mitgliedstaaten verabschiedet. Ziel ist es, Vertrauen in KI-Technologien zu schaffen und gleichzeitig Innovationen in Europa zu fördern, wie bundesregierung.de berichtet.

Die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Alltag und Beruf hat die Notwendigkeit unterstrichen, klare Regelungen zu schaffen. Der AI Act verfolgt einen risikobasierten Ansatz: Je höher das Risiko des KI-Systems, desto strengere Vorgaben gelten. Hochriskante Anwendungen, insbesondere in Bereichen wie kritische Infrastruktur und Gesundheitswesen, müssen strenge Anforderungen erfüllen, um in der EU betrieben werden zu dürfen.

Entwicklungen am Bamberger Zentrum für Künstliche Intelligenz

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist ein zentraler Akteur in der aktuellen Diskussion um den AI Act. Hier bündeln Forschende ihre Aktivitäten im Bamberger Zentrum für Künstliche Intelligenz (BaCAI). Im BaCAI arbeiten insgesamt acht KI-Professuren und zahlreiche Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, transparente, robuste und vertrauenswürdige KI-Technologien zu entwickeln, was in Übereinstimmung mit den Zielen des AI Act steht, wie uni-bamberg.de feststellt.

Ein Aspekt des AI Act ist die Transparenzpflicht für künstlich erzeugte oder bearbeitete Inhalte. Diese müssen klar gekennzeichnet werden, um Missbrauch zu verhindern. Zudem sind KI-Anwendungen untersagt, die das Verhalten von Personen manipulieren oder Social Scoring betreiben.

Forschungsschwerpunkte und Experten

Die Universität Bamberg bietet nicht nur Forschung und Entwicklung im Bereich KI an, sondern auch Interviews und Hintergrundgespräche. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen stehen zur Verfügung, um über Auswirkungen des AI Act zu diskutieren:

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  • Prof. Dr. Christoph Benzmüller: Lehrstuhl für KI-Systementwicklung – Themen: Logische Analyse des AI Act, Recht und Ethik.
  • Prof. Dr. Claus-Christian Carbon: Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie – Themen: Gesellschaftliche Folgen des AI Act, IT-Sicherheit.
  • Prof. Dr. Isabel Kusche: Soziologie mit Schwerpunkt digitale Medien – Themen: Debatten über KI, Innovation und Regulierung.
  • Prof. Dr. Christian Ledig: Erklärbares Maschinelles Lernen – Themen: Robuste KI-Anwendungen in der Medizin.
  • Prof. Dr. Ute Schmid: Kognitive Systeme – Themen: Vertrauenswürdige KI und menschliche Kontrolle.

Gemäß den aktuellen Regelungen des AI Act müssen Anwendungen mit geringem Risiko lediglich eingeschränkte Transparenz- und Informationspflichten erfüllen. Für Hochrisiko-KI-Systeme werden die Vorgaben jedoch auf Ende 2027 bzw. 2028 verschoben. Dieser pragmatische Ansatz zeigt den Versuch, sowohl Innovationen als auch den rechtlichen Rahmen in Einklang zu bringen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Entwicklungen rund um den AI Act und die damit verbundene Forschung an der Universität Bamberg den Grundstein für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Herangehensweise an künstliche Intelligenz legen. Die verschiedenen Expertinnen und Experten an der Universität stehen bereit, um im Rahmen von Interviews und Gesprächen zu den Herausforderungen und Chancen der KI einen Beitrag zu leisten.