COSAI: Drei Bundesländer bauen gemeinsam eine souveräne KI-Infrastruktur für Hochschulen auf
Heute, am 14. Oktober 2026, startet an der RWTH Aachen ein gemeinsames Vorhaben von Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen: Das dreijährige Projekt „COSAI – Collaboration on Sovereign and Efficient AI-Infrastructure“ soll eine gemeinsame, verteilte KI-Infrastruktur für Hochschulen aufbauen.
Für Forschende und Lehrende geht es dabei um mehr Unabhängigkeit. Sie sollen KI-Dienste nutzen können, ohne auf kommerzielle Anbieter angewiesen zu sein, und zugleich eigene Angebote bereitstellen dürfen. Dafür entwickeln die drei Bundesländer eine gemeinsame Architektur – ein ziemlich großes Vorhaben, das nicht an einer einzigen Hochschule und auch nicht an einem einzigen Rechenzentrum hängen soll.
Drei Länder, mehrere Rechenzentren
Finanziert wird COSAI zu etwa gleichen Teilen von den beteiligten Ländern. Insgesamt fließen knapp drei Millionen Euro in das Projekt. Auf baden-württembergischer Seite arbeiten das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Tübingen mit.
Aus Bayern sind das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie das Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen Erlangen beteiligt. Letzteres gehört zum Regionalen Rechenzentrum Erlangen (RRZE) der Universität Erlangen-Nürnberg.
Nordrhein-Westfalen bringt die RWTH Aachen, die Universität zu Köln und die Universität Münster ein. Der Ort Aachen ist damit nicht bloß Schauplatz, sondern Teil des Verbunds. Zwischen Hörsaal, Forschungsprojekt und Rechenzentrum wird an einer Infrastruktur gearbeitet, die Hochschulen über Ländergrenzen hinweg gemeinsam nutzen können.
Souveränität als praktische Frage
Bei einer solchen Infrastruktur klingt „souverän“ zunächst nach einem großen politischen Wort. Im Hochschulalltag wird es aber schnell konkret: Wer stellt KI-Dienste bereit? Wo werden sie betrieben? Und können Forschende eigene Anwendungen entwickeln, ohne sich vollständig an kommerzielle Angebote zu binden?
Das Hochschulforum Digitalisierung führt zum Thema ein Arbeitspapier mit dem Titel „Souveräne KI-Infrastrukturen an Hochschulen: Reflexionen und Handlungsperspektiven“. Der übermittelte Inhalt dieser Quelle besteht allerdings aus binären PDF-Daten und enthält keinen lesbaren Nachrichtenartikel. Mehr lässt sich daraus an dieser Stelle nicht belastbar ableiten.
