Das DEFA70-Kino in Potsdam: Wiedereröffnung mit Filmhighlights!
Das DEFA70-Kino in Potsdam, ein historisches Wahrzeichen der Filmgeschichte, steht kurz vor seiner Wiedereröffnung für das Publikum. Ursprünglich 1965 eröffnet, war das Kino nicht nur ein Standort für die Filmproduktion, sondern wurde auch als Mischatelier für Filme genutzt. Heute gehört es zur Postproduktionsfirma Rotor Film, die es als Sound Mixing und Grading Suite nutzt. In dieser Rolle arbeiteten namhafte Regisseure wie Lana Wachowski an „Matrix Resurrections“ und Volker Schlöndorff an „Heimsuchung“ an bedeutenden Projekten.
Die Eröffnung des DEFA70 ist ein bemerkenswerter Schritt, denn nach 25 Jahren ohne öffentliches Kinoprogramm wird der traditionsreiche Ort wieder für Filmfans zugänglich. In Zusammenarbeit mit Rotor Film, der Universitätsbibliothek der Filmuniversität, filmfriend sowie dem MediaTech Hub Potsdam wird eine Filmreihe ins Leben gerufen, die am 25. Juni mit der französischen Komödie „CHAMPAGNER & MACARONS“ startet. Am 2. Juli folgt der Film „LOVE STEAKS“, der in einem Luxushotel spielt. Geplant sind zudem nach den Sommerferien weitere Vorführungen, deren Filme und Termine noch bekanntgegeben werden.
Filmvorführungen und Ambiente
Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19 Uhr, und die Kinobesucher können sich auf die exzellente Bild- und Tontechnik des Kinos freuen. Nach den Vorführungen bietet der Café-Garten des MediaTech Hub Potsdam die Gelegenheit, den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Organisiert wird diese Reihe von Rotor Film, der Universitätsbibliothek der Filmuniversität und filmfriend, unterstützt von verschiedenen Institutionen, darunter die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam sowie die Potsdamer Neuesten Nachrichten und Radio Potsdam.
Dieses Comeback des DEFA70-Kinos bringt nicht nur nostalgische Erinnerungen zurück, sondern ist auch ein Teil der wiederauflebenden Filmkultur in Potsdam. Im historischen Kontext ist das Gebäude eine Erinnerung an die DEFA, das Deutsche Film- und Fernsehakademie, die von 1955 bis 1990 aktiv war. Die DEFA war bekannt für eine Vielzahl künstlerischer Arbeitsgruppen, die wichtige Filme produzierten und einen großen Einfluss auf die deutsche Filmkunst hatten.
DEFA und ihre Bedeutung
Die DEFA hatte nicht nur einen produzierenden Einfluss, sondern auch gesellschaftspolitischen. In der Zeit zwischen 1955 und 1990 wurden zahlreiche Filme geschaffen, die Teil der deutschen Identität wurden. Nach der Wende verlor das DEFA-Studio an Bedeutung, wurde jedoch 1992 an den französischen Mischkonzern CGE Compagnie Générale des Eaux verkauft und umbenannt in Studio Babelsberg GmbH. Die Abkürzung „DEFA“ wurde gestrichen, was das Ende einer Ära markierte, während Volker Schlöndorff bis zu seinem Ausscheiden 1996 als Geschäftsführer eine zentrale Rolle im Studio behielt. Seit 2004 agiert das Studio Babelsberg als international agierender Produktionsdienstleister und hat zur Entstehung zahlreicher Blockbuster und deutscher Kinofilme beigetragen.
Mit der Wiedereröffnung des DEFA70-Kinos in Potsdam wird nicht nur das Erbe der DEFA fortgeführt, sondern auch ein neuer Raum für filmische Erlebnisse geschaffen, der sowohl alte als auch neue Generationen von Filmfreunden anzieht und begeistert.
Weitere Informationen über die bevorstehenden Filme und die Geschichte des Kinos können auf den offiziellen Webseiten von Filmuniversität sowie umfassend auf Wikipedia nachgelesen werden.
