Am 16. Juni 2026 gab die FernUniversität Hagen den offiziellen Start ihres neuen Forschungsschwerpunkts „Digital Health“ bekannt. Dieses interdisziplinäre Projekt zielt darauf ab, wissenschaftliche Kompetenzen zur digitalen Transformation im Gesundheitswesen zu bündeln. Damit reagiert die Hochschule auf die Herausforderungen, die der Sektor derzeit zu bewältigen hat: steigender Kostendruck, Fachkräftemangel sowie wachsende Anforderungen an Prävention und medizinische Versorgung. Der Forschungsschwerpunkt entsteht aus der Digital Health Community Hagen, die vor zwei Jahren aus dem Forschungsschwerpunkt Arbeit – Bildung – Digitalisierung hervorging, wo bereits digitale Transformationsprozesse in der Gesundheits- und Bildungswelt thematisiert wurden.

Der neue Schwerpunkt ergänzt bestehende Forschungsinitiative, zu denen unter anderem die Bereiche digitale Kultur, Energie sowie Umwelt und Nachhaltigkeit gehören. Von 2022 bis 2024 werden 14 Forschungsprojekte durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert, wobei die Phase 2024–2025 auf eine thematische Konsolidierung und Profilbildung abzielt. Der Fokus liegt auf essenziellen Fragen zur digitalen Transformation im Gesundheitswesen, mit dem Ziel, die Prävention und medizinische Versorgung zu verbessern.

Geplante Aktivitäten zur Förderung des interdisziplinären Austauschs

Der Forschungsschwerpunkt „Digital Health“ sieht regelmäßige Community-Treffen vor, um den interdisziplinären Austausch zu fördern. Zu den weiteren geplanten Aktivitäten gehört eine Ringvorlesung unter dem Titel „Digital Health“, die sich an Studierende, Fachleute und die Öffentlichkeit richtet. Ein jährlich stattfindendes interdisziplinäres Forschungssymposium mit dem Thema „Metaverse meets Health“ ist ebenfalls in Planung, wobei das nächste Symposium für den 29. September 2026 angesetzt ist. Zudem wird im Frühjahr 2027 ein interdisziplinäres Lehrwerk zum Thema Digital Health veröffentlicht.

Die FernUniversität Hagen betont ihren Anspruch auf exzellente Infrastrukturen, die innovative Forschung unterstützen. Zudem wird eine enge Zusammenarbeit mit der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke sowie mit anderen Forschenden aus Deutschland angestrebt. Diese Kooperationen sollen die Expertise in der digitalen Transformation ins Gesundheitswesen stärken.

Digitale Angebote im Gesundheitswesen

Im Kontext der digitalen Entwicklungen im Gesundheitswesen spielt auch das Nationale Gesundheitsportal, gesund.bund.de, eine entscheidende Rolle. Dieses Portal richtet sich an Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und bietet wissenschaftlich fundierte, neutrale sowie verständliche Informationen zu verschiedenen Gesundheitsthemen, Krankheitsbildern und Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, das Gesundheitswissen sowie die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu steigern und die Patientensouveränität zu stärken.

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Das Portal ermöglicht Zugriff auf unterschiedliche Funktionen, darunter die Suche nach Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken. Des Weiteren bietet es Informationen zu Themen wie Pflegeleistungen, Patientenrechten und digitalen Angeboten des Gesundheitswesens. Dazu gehören Anwendungsbereiche wie die elektronische Patientenakte (ePA), Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und Telemedizin. Diese Entwicklungen sind entscheidend, um Nutzern zu helfen, die Vielzahl an digitalen Angeboten zu verstehen und individuelle Mehrwerte zu identifizieren.