Am 2. Juli 2026 wird an der Leibniz Universität Hannover unter dem Titel „posten. teilen. SCHADEN“ eine bedeutende Veranstaltung stattfinden, die sich mit juristischen Aspekten digitaler Gewalt gegen Frauen beschäftigt. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit. Dies kündigt uni-hannover.de an.

Im Fokus der Diskussion stehen verschiedene Formen digitaler Gewalt, darunter sexualisierte Deepfakes, Hasskommentare, nicht gestattete Bildveröffentlichungen sowie Stalking. Diese Themen haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und werfen komplexe rechtliche sowie gesellschaftliche Fragen auf.

Referenten und Themen

Die Veranstaltung wird von Dr. Lena Gumnior, einer Bundestagsabgeordneten der Partei Bündnis 90/Die Grünen und Obfrau im Rechtsausschuss, geleitet. Sie wird Einblicke in aktuelle Gesetzgebungsvorhaben zur Strafbarkeit bildbasierter sexualisierter Gewalt geben. Ihre Expertise ist besonders wertvoll, da sie die Verknüpfung zwischen juristischen Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Realität beleuchten kann.

Zusätzlich wird Prof. Dr. Susanne Beck, Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafrechtsvergleichung und Rechtsphilosophie an der Leibniz Universität Hannover, an der Diskussion teilnehmen. Sie wird die rechtsdogmatischen Grundlagen und gesellschaftlichen Dimensionen der Thematik erörtern und dabei auf die Wechselwirkungen zwischen Theorie und Gesetzgebungspraxis eingehen.

Gesellschaftliche Hintergründe und Männlichkeitsbilder

Ein zentrales Thema der Veranstaltung sind die gesellschaftlichen Hintergründe digitaler Gewalt gegen Frauen. Insbesondere die Konstruktion von Männlichkeitsbildern und deren Auswirkungen auf die Wahrnehmung und das rechtliche Handeln werden durch die Referenten kritisch betrachtet. Diese Dimensionen sind entscheidend, um ein umfassendes Verständnis dieser Problematik zu erlangen.

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Die Diskussion soll nicht nur die rechtlichen Aspekte beleuchten, sondern auch dazu anregen, über die gesellschaftlichen Normen und Werte nachzudenken, die solche Gewalttaten ermöglichen. Die Veranstaltung bietet somit eine Plattform für einen intensiven Dialog über die Herausforderungen, die digitale Gewalt gegen Frauen mit sich bringt.

Für weitere Informationen steht Prof. Dr. Susanne Beck zur Verfügung. Sie kann unter der Telefonnummer +49 511 762 8212 oder per E-Mail an susanne.beck@jura.uni-hannover.de erreicht werden.