Am 25. Juni 2026 fand in der Münchner Residenz das Finale des bundesweiten Entrepreneurship-Programms GeneNovate® statt. Dieses Event stellte den Höhepunkt eines sechsmonatigen Programms dar, in dem Teams aus der Biotechnologie sowohl durch Workshops als auch gezielte Mentoring-Sessions unterstützt wurden. Zu den Preisträgern gehörte das Team MaculaPatch der TU Dresden, das in der Region Ost für seine innovative Photorezeptor-Zelltherapie zur Behandlung von Sehverlust ausgezeichnet wurde. tu-dresden.de berichtet, dass das GeneNovate®-Programm speziell Teams in den Bereichen Gen- und Zelltherapien, Biotechnologie und Medizin anspricht und darauf abzielt, wissenschaftliche Innovationen mit unternehmerischem Denken zu verbinden.

Insgesamt nahmen 25 Teams aus ganz Deutschland an der Finalveranstaltung teil, die aus 45 regionalen Vorentscheiden hervorgingen. Die Wettbewerbsbeiträge waren vielfältig und reichten von CAR-T-Zelltherapien über Antikörper-Wirkstoff-Konjugate bis hin zu KI-gestützten Plattformtechnologien für Geneditierung. Die Teams hatten die Möglichkeit, ihre Ideen vor einer Jury aus Business Angels, Venture Capital-Investoren und erfahrenen Unternehmern zu präsentieren. bihealth.org hebt hervor, dass GeneNovate® weit mehr als nur einen Wettbewerb darstellt; es ist ein umfassendes Unterstützungsprogramm für Wissenschaftler und Mediziner, das ihnen helfen soll, ihre Forschungsergebnisse in klinische Anwendungen zu überführen.

Auszeichnungen und Innovationen

Neben MaculaPatch wurden drei weitere Teams ausgezeichnet: Next-PA (Nordrhein-Westfalen) mit einem humanoiden monoklonalen Antikörper gegen Pseudomonas aeruginosa, ReRetina (Nordrhein-Westfalen) mit einer Zelltherapie zur Wiederherstellung des Sehvermögens bei altersbedingter Makuladegeneration sowie ZELF (Berlin) mit einem Ansatz zur Erhaltung der Zellfunktionalität während der Herstellung therapeutischer Zellen. Diese Beiträge spiegeln die gesamte Bandbreite innovativer Ansätze wider, die in den letzten Jahren im Bereich der Gen- und Zelltherapien entwickelt wurden.

Ein zentrales Ziel des GeneNovate®-Programms ist es, die Translation wissenschaftlicher Erkenntnisse in kommerzielle Produkte zu fördern. Stephanie Wieneke, Innovationsmanagerin für SaxoCell®, betonte das hohe Innovationspotenzial der wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland. Dieser Cluster, angesiedelt an der TU Dresden und gefördert im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des BMFTR, wird zukünftige vielversprechende Projekte unterstützen, um die Lücke zwischen Forschung und Klinik zu schließen. Die GeneNovate®-Runde startete im Dezember 2025 mit 20 Teilnehmenden, die sich intensiv mit klinischen Bedarfen, Geschäftsmodellen und weiteren relevanten Themen beschäftigten.

Das Finale bot auch eine Plattform für Networking und den Austausch über die Zukunft der Gen- und Zelltherapien. In einem Umfeld, in dem Wissenschaftler oft wenig Zugang zu unternehmerischem Know-how haben, bietet GeneNovate® eine entscheidende Unterstützung, um die Entwicklung von Startups in diesem hochinnovativen Bereich zu fördern. Der Zusammenhang zwischen wissenschaftlicher Forschung und unternehmerischem Denken, wie von Prof. Dr. Christopher Baum hervorgehoben, wird als essenziell für den Erfolg in der Gesundheitsinnovation angesehen.

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