Die europäische Förderlinie „Postdoctoral Fellowships“ hat kürzlich drei herausragende Wissenschaftler in ihre Programme aufgenommen, die an der Exzellenzuniversität Hamburg forschen werden. Dr. Andrey Klebanov, Dr. Dimitra Spathara und Dr. Marcel Camprubí wurden für ihre innovativen Projektvorhaben ausgewählt, die im Rahmen der Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA) gefördert werden. Diese Förderlinie zielt darauf ab, die Karriere von Forschenden zu unterstützen und exzellente Forschungsprojekte zu fördern, indem sie eine enge Vernetzung zwischen Akademia und anderen Bereichen ermöglicht, wie die Universität Hamburg berichtet.

Die „Postdoctoral Fellowships“ sind für promovierte Wissenschaftler konzipiert, die im Ausland forschen und neue Fähigkeiten erwerben möchten. Ein Ziel der Programme ist neben der individuellen Karriereentwicklung auch die Förderung internationaler Kooperationen. Die Fellows, die in engem Kontakt zu den Exzellenzclustern „Understanding Written Artefacts“ und „Quantum Universe“ arbeiten, dürfen sich außerdem auf eine umfassende Unterstützung durch ihre Betreuer an der Universität freuen.

Details zu den Projekten der Fellows

  • Dr. Andrey Klebanov: Sein Projekt mit dem Titel „Verse, Grammar, Pedagogy: The Gaṇapāṭhavivṛti, a Ninth-Century Kashmiri Teaching Text on Pāṇini’s Lists“ (VERGAP) zielt darauf ab, einen nicht edierten Text aus dem 9. Jahrhundert zu erschließen. Der Fokus liegt auf Pāṇinis Wortlisten in Versform. Klebanov erhält dafür eine Förderung in Höhe von 217.965 Euro und wird von Prof. Dr. Harunaga Isaacson betreut.
  • Dr. Dimitra Spathara: Ihr Projekt „Ultra-pure, high-strength, electroformed Cu-based alloys for next generation rare-event searches“ (PureCuAlloys) zielt darauf ab, neuartige Legierungen für Detektoren zur Erforschung dunkler Materie zu entwickeln. Dafür wird sie mit 272.456 Euro gefördert und erhält Unterstützung von Prof. Dr. Konstantinos Nikolopoulos.
  • Dr. Marcel Camprubí: In seinem Projekt „Blurring the Lines: Arabic Musical Diagrams across Disciplinary and Cultural Boundaries“ (ARAMUS) untersucht Camprubí musiktheoretische Diagramme im historischen und kulturellen Kontext. Seine Förderung beläuft sich auf 202.125 Euro, betreut wird er von Prof. Dr. Matteo Nanni.

Die Förderung der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, die dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, umfasst insgesamt rund 400 Millionen Euro für Postdoktorandenstipendien im Jahr 2026. Diese Stipendien sollen die Mobilität von Forschenden erhöhen und die Entwicklung von Fähigkeiten in unterschiedlichen Disziplinen und Sektoren unterstützen. Das Motto für dieses Jubiläum „30 Jahre Neugier, die die Welt verändert“ unterstreicht die zentrale Rolle der MSCA im europäischen Forschungsraum.

Die Bedeutung der MSCA für Europa

Die europäische Kommission hat die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen als zentralen Bestandteil ihrer Forschungsförderungsstrategie verankert. Ziel ist es, Europa als attraktiven Forschungsstandort im globalen Wettbewerb zu positionieren. Seit dem Start des Programms im Jahr 1996 haben über 150.000 Teilnehmende ausgebildet werden können, darunter auch 23 Nobelpreisträger. Die aktuell laufende Ausschreibung für 2026 läuft bis zum 9. September.

Zusätzlich zu den Postdoktorandenstipendien werden auch andere Fördermaßnahmen angeboten, darunter die MSCA Doctoral Networks und die MSCA Choose Europe for Science. Diese Initiativen bieten insgesamt ein Budget von über 1,25 Milliarden Euro für vielfältige wissenschaftliche Projekte und stärken die Vernetzung zwischen den akademischen und nicht-akademischen Sektoren.

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