Ehrendoktorwürde für José Martinez: Brücke zwischen Göttingen und Bogotá!
Am 22. Juni 2026 erhielt Prof. Dr. José Martinez von der Universität Göttingen die Ehrendoktorwürde der Universidad Santo Tomás in Bogotá, Kolumbien. Diese Auszeichnung würdigt seine langjährigen Verdienste zur akademischen Zusammenarbeit zwischen den Juristischen Fakultäten beider Hochschulen. Diese enge Verbindung besteht seit 2006 und zeichnet sich durch Martínez‘ besonderes Engagement für institutionelle Kooperationen sowie seine intensive Forschungs- und Lehrtätigkeit aus.
In seiner Ansprache betonte der Rektor Fray Mauricio Cortés Gallego die zentrale Rolle des Agrarrechts für den Friedensprozess in Kolumbien. Prof. Martinez‘ Arbeit ist dabei von großer Bedeutung, da sie unter anderem akademische Analysen, die Beratung vulnerabler Gruppen und die Sichtbarmachung ihrer Problemstellungen umfasst. Diese Aspekte sind besonders wichtig in einem Land, das vom bewaffneten Konflikt geprägt ist.
Akademischer Werdegang und Tätigkeiten
Martinez, der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen und der Spanischen Fernuniversität in Madrid studierte, promovierte 1995 und habilitierte sich 2004 an seiner alma mater. Seit 2012 bekleidet er die Stiftungsprofessur für Agrarrecht und Öffentliches Recht an der Universität Göttingen. Zudem ist er Geschäftsführer des Instituts für Landwirtschaftsrecht und Direktor des Instituts für Öffentliches Recht.
Seine akademische Laufbahn führte ihn an verschiedene Universitäten, darunter Einrichtungen in Dresden, Nanjing, Konstanz, Frankfurt/Main, Potsdam und Bogotá. Neben diesen Tätigkeiten ist er auch Direktor des Deutsch-Chinesischen Instituts für Rechtswissenschaft.
Forschungsinteressen und völkerrechtlicher Kontext
Die Forschung von Prof. Martinez entfaltet sich in einem weiteren Kontext, der sich mit völkerrechtlichen Instrumenten zur internationalen Sicherheit beschäftigt. Im Rahmen seiner Aktivitäten untersucht er sowohl die (präventive) Rüstungskontrolle als auch Institutionen der kollektiven Sicherheit. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Völkerrecht in bewaffneten Konflikten.
Zusätzlich interessiert sich seine Forschungsgruppe für grundsätzliche Fragen der Völkerrechtsgeschichte und Völkerrechtssoziologie. Hierbei werden trans- und interdisziplinäre Herausforderungen berücksichtigt, die die Verbindung zwischen Lebenssachverhalt und Rechtsnorm thematisieren. Diese Forschungsarbeiten sind im Programmbereich Internationale Institutionen eingebettet.
Martinez‘ Projekte profitieren von seiner Praxisnähe und der breiten Vernetzung innerhalb der hessischen Hochschullandschaft. Dieser kollektive Ansatz ermöglicht eine umfassendere Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die sowohl das nationale als auch das internationale Recht betreffen, und unterstreicht die Bedeutung seines Engagements für den Friedensprozess in Kolumbien.
