Im Botanischen Garten der Universität Bonn wird am 16. Juni 2026 eine neue Ausstellung eröffnet, die auf den Ergebnissen des Bioblitzes von 2025 basiert. Diese einzigartige Ausstellung wird bis Ende Oktober 2023 für Besucher zugänglich sein. Der Bioblitz fand vom 14. bis 22. Juni 2025 in über 30 Botanischen Gärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt, mit dem Ziel, die Artenvielfalt in diesen Gärten zu entdecken und zu erfassen. Über 1400 Arten wurden innerhalb einer Woche nachgewiesen, wobei mehr als die Hälfte dieser Arten Insekten waren, darunter 180 Käferarten. Universität Bonn berichtet, dass die Auswertung dieser beeindruckenden Ergebnisse noch im Gange ist.

Im Schlossgarten der Universität Bonn wurden bei früheren Erfassungen bereits 980 Käferarten nachgewiesen. Experten prognostizieren, dass die Gesamtzahl mit weiteren Erfassungen auf mindestens 1050 Arten ansteigen könnte. Ein bemerkenswerter Trend ist die Zunahme von Totholz gebundenen Arten, eine Entwicklung, die sich im Vergleich zu den Untersuchungen von 1997 und 2007 zeigt. Diese Verbesserung in der Artenvielfalt ist das Ergebnis einer veränderten Gestaltung und Pflege des Gartens, wo heute eine dicke Laub- und Mulchschicht unter Bäumen und mehr Totholz vorhanden ist.

Forschung und Ergebnisse des Bioblitzes

Die botanischen Gärten fungieren als wichtige Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren, Pilzen und Flechten. Während des Bioblitzes wurden zahlreiche Beobachtungen getätigt, die auf der Plattform iNaturalist für die breite Öffentlichkeit zugänglich sind. Es wurden verschiedene Kategorien geschaffen: von der „spektakulärsten Beobachtung“ bis zu den „aktivsten Beobachtern“ und den Gärten mit den meisten Beobachtungen. Verband Botanischer Gärten hat die Ergebnisse der Jury entsprechend ermittelt.

Die spektakulärste Beobachtung war ein Pseudoskorpion, der die Schmuckfliege (Physiphora alceae) als Transportmittel nutzte, während das schönste Foto dieses Bioblitzes ein Porträt des Hornklee-Glasflüglers war. Der aktivste Beobachter war Dr. Robert Lücking, gefolgt von Dr. Gernot Kunz und Leon Wischenbarth, einem Biologie-Studenten. Die drei leistungsstärksten Gärten waren der Botanische Garten Graz, der Botanische Garten Berlin und der Botanische Garten Bonn.

Austausche und Veranstaltungen im Botanischen Garten

Die Eröffnung der Ausstellung am 16. Juni wird durch eine Gartenführung zum Thema Artenvielfalt begleitet, an der unter anderem Prof. Dr. Maximilian Weigend und Dr. Cornelia Löhne teilnehmen. Im Anschluss wird ein Get-together stattfinden, um darüber zu diskutieren. Zudem erscheint ein gesondertes Heft zur Artenvielfalt der Botanischen Gärten, das Beiträge von Studierenden und Forschenden enthält.

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Ein weiteres Highlight im Rahmen der Ausstellung ist ein Gartenrundgang zur wilden Vielfalt der Bienen, den Dr. Inge Bischoff am 19. Juni um 16:30 Uhr anbietet. Die Vielfalt der Libellen im Botanischen Garten ist ebenfalls bemerkenswert; derzeit sind dort 23 Libellenarten nachgewiesen, darunter 14 heimische Arten. Neuesten Meldungen zufolge wurde die Feuerlibelle 2023 erstmals im Schlossgarten gesichtet. Diese Entwicklung zeugt von der positiven Veränderung und der kontinuierlichen Pflege, die den Botanischen Garten zu einem wichtigen Ort für Forschung und Artenvielfalt machen. Botanischer Garten HHU hebt hervor, dass durch die engagierte Teilnahme an solchen Projekten die biologische Vielfalt der Gärten weiter gefördert wird.