Am 1. Juli 2026 wird im Schlosspark Bochum-Weitmar mit „Der Sturm“ eine neue Inszenierung des klassischen Werkes von William Shakespeare präsentiert. Im Mittelpunkt der Aufführung steht Prospero, der nach einem Machtmissbrauch seines Bruders in der Isolation mit seiner Tochter Miranda lebt. Damals, als er sich von den noblen Kreisen entfremdet sah, entfaltete er seine magischen Kräfte. Als Zeichen seines Zorns entfesselt er einen gewaltigen Sturm, der die Schiffe seiner Feinde an seine Küste bringt. Die Inszenierung verspricht, tief in Themen wie Rache, Macht, Liebe, Herrschaft und Freiheit einzutauchen, was neben den aufregenden schauspielerischen Darbietungen auch von einer schillernden Bühnenpräsenz geprägt sein wird. Die Bearbeitung von Jens Roselt wird dabei von dem Folkwang-Absolventen Damian Popp geleitet, der bereits 2023 „Macbeth“ im gleichen Schlosspark inszenierte.

Zusätzlich werden in dieser herausragenden Aufführung die Studierenden des Schauspielprogramms eine zentrale Rolle spielen. An dem Projekt sind auch Mitglieder des Bochumer Chors „en route“ beteiligt, unter der Leitung von Natalie Mol. Für die dramaturgische Begleitung ist Emma Khadija Herrmann verantwortlich, während die sprecherische Unterstützung durch Claudia Hartmann erfolgt. Bühne und Kostüme werden von Tanja Maderner gestaltet, die musikalische Untermalung stammt von Noah Reis Ramma, ebenfalls einem Folkwang-Absolventen. Das Ensemble, das aus talentierten Drittsemestern besteht, setzt sich aus Safa Aksit, Ben Leonard Alm, Minna John, Emma Sofie Michaelis, Sam Petersson, Anna Slavicek und Annika Weitzendorf zusammen.

Premiere und Aufführungen

Die Premiere von „Der Sturm“ findet am Donnerstag, dem 9. Juli, um 19.30 Uhr statt. Die weiteren Aufführungen sind für den 10., 11., 12., 16., 17., 18. und 19. Juli, jeweils um 19.30 Uhr angesetzt. Der Eintritt für diese Performances ist frei, doch die Organisatoren weisen die Besucher darauf hin, dass die Veranstaltung wetterbedingt kurzfristig abgesagt werden kann. Um einem optimalen Komfort während der Aufführungen zu gewährleisten, wird empfohlen, eine Picknickdecke oder eigene Stühle mitzubringen. Darüber hinaus wird das Ensemble am 26. und 27. Juli bei der Shakespeare Company in Berlin auftreten, wo die Karten unter shakespeare-in-gruen.de erhältlich sind.

Die Tradition der Shakespeare-Aufführungen im Park hat ihren Ursprung zwischen 1993 und 2008 und zieht immer wieder ein großes Publikum an, zuletzt mehr als 10.000 Besucher*innen seit der Wiederaufnahme der Tradition im Jahr 2022.

Zusammenhang mit vorherigen Inszenierungen

Die Inszenierung „Macbeth“, die von Damian Popp im Jahr 2023 in Bochum inszeniert wurde, bietet einen interessanten Kontext. „Macbeth“ thematisiert den Aufstieg und Fall eines Helden, der vom Ehrgeiz und den Prophezeiungen dreier Hexen geleitet wird. Der schottische König, auf dessen Maske die Vorstellung eines Mordes zur Machtübernahme ist, kämpft zeitgleich gegen seine eigenen Schuldgefühle und die Folgen seiner fatale Entscheidungen. Dieses Spannungsfeld zwischen Macht und Schuld ist auch in „Der Sturm“ spürbar, wobei Popp mit einem Blick für das Dynamische und Gegenwärtige die Zuschauer in die fesselnde Welt Shakespeares eintauchen lässt.

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Insgesamt zeigt sich die Inszenierung als eine spannende Auseinandersetzung mit den zeitlosen Themen der Macht und menschlichen Emotionen, während die talentierten Schauspielstudierenden der Folkwang Universität unter der Leitung von erfahrenen Profis auf der Bühne stehen.