Einbruchsserie in Thalfang: Bargeld gestohlen, hoher Sachschaden verursacht
In der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober 2026 ist es in Thalfang zu mehreren Einbrüchen gekommen. Betroffen waren Firmen und Geschäfte sowie das Schwimmbad. Die Tatorte lagen in der Talstraße, Saarstraße und Bahnhofstraße.
Die bislang unbekannten Täter öffneten Türen und Fenster gewaltsam, teils offenbar mit erheblichem Kraftaufwand. Gestohlen wurde nach Polizeiangaben ausschließlich Bargeld. Der Wert des Diebesguts liegt im mittleren vierstelligen Eurobereich, der gesamte Sachschaden im mittleren fünfstelligen Eurobereich. Für die Betroffenen dürfte damit vor allem das Aufräumen geblieben sein: beschädigte Türen und Fenster, dazu die Suche nach dem, was in der Nacht passiert ist.
Polizei sucht Hinweise
Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen im Bereich der Tatorte. Wer in der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober 2026 in der Talstraße, Saarstraße oder Bahnhofstraße etwas Auffälliges bemerkt hat, kann sich bei der Kriminalpolizei Idar-Oberstein unter 06781/5610 oder bei der Polizeiinspektion Morbach unter 06533/93740 melden.
Die Angaben zum Fall stammen unter anderem aus Berichten des Trierischen Volksfreunds und von Newsflash24.
Einbruchszahlen in Rheinland-Pfalz
Der Blick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 für Rheinland-Pfalz zeigt derweil ein gemischtes Bild. Registriert wurden 239.388 Straftaten, nach 255.972 Fällen im Jahr 2023. Das entspricht einem Rückgang um 16.584 Fälle beziehungsweise 6,5 Prozent. Ohne ausländerrechtliche Verstöße erfasste die Polizei 228.452 Straftaten – 14.189 Fälle oder 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
In nahezu allen Obergruppen gingen die Fallzahlen zurück. Ausnahmen bildeten Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sowie Straftaten gegen das Leben. Die Aufklärungsquote lag bei 64,3 Prozent und damit nur 0,2 Prozentpunkte unter den Werten der beiden Vorjahre. Die Häufigkeitszahl betrug 5.803 Fälle je 100.000 Einwohner, ein Minus von 351 Fällen beziehungsweise 5,7 Prozent. Außerhalb der Pandemiejahre war das der niedrigste Wert seit mehr als 30 Jahren.
Auch bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gab es erstmals seit Jahren einen leichten Rückgang: 6.232 Fälle wurden registriert, 1,2 Prozent weniger als 2023. Dagegen stiegen Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit um 2,5 Prozent auf 47.218 Fälle. Ausschlaggebend war insbesondere die Zunahme von Bedrohungen; Körperverletzungsdelikte blieben mit 29.660 Fällen nahezu stabil.
Fälle häuslicher Gewalt nahmen um 4,2 Prozent auf 13.497 zu. Als mögliche Gründe nennt die Statistik eine höhere Bereitschaft zur Anzeige, ein ausgebautes Hilfesystem und die zunehmende Enttabuisierung des Themas. Bei Geldautomatensprengungen fiel die Zahl hingegen deutlich: 2023 waren es 50 Fälle, 2024 noch 23. Dabei wurden 15 Tatverdächtige ermittelt.
Wohnungseinbrüche: weniger Fälle, viele Versuche
Diebstahlsdelikte gingen insgesamt um 2,1 Prozent zurück. Wohnungseinbruchdiebstähle sanken um 63 Fälle beziehungsweise 2,3 Prozent auf 2.626. Werden die Jahre 2021 und 2022 ausgeklammert, war das die niedrigste Zahl seit Einführung der bundesweit einheitlichen Polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 1971.
1.258 Fälle, also 47,9 Prozent, blieben im Versuchsstadium; 2023 hatte dieser Anteil bei 47,6 Prozent gelegen. 1.017 Fälle beziehungsweise 38,7 Prozent waren Tageswohnungseinbrüche zwischen 6 und 21 Uhr. Ihr Anteil sank gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte.
Die regionale Verteilung fällt nicht gleichmäßig aus. 50,1 Prozent der Wohnungseinbrüche ereigneten sich in Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern, 29,1 Prozent in Gemeinden mit 10.000 bis 100.000 Einwohnern und 20,7 Prozent in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Die Aufklärungsquote sank um 1,3 Prozentpunkte auf 14,7 Prozent.
Bei den Wohnungseinbrüchen ermittelte die Polizei 394 Tatverdächtige, nach 422 im Jahr 2023. 164 von ihnen beziehungsweise 41,6 Prozent hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit; im Vorjahr waren es 44,3 Prozent. Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen hatten 28 die rumänische, 18 die syrische, zwölf die albanische sowie jeweils neun die türkische, polnische oder kosovarische Staatsangehörigkeit.
Als Zugewanderte galten 55 Tatverdächtige beziehungsweise 14,0 Prozent. 2023 lag ihr Anteil bei 15,4 Prozent. Die PKS zählt dazu Personen mit den Aufenthaltsanlässen Asylbewerbung, Schutz- oder Asylberechtigung, Kontingentflüchtlingsstatus, Duldung oder unerlaubter Aufenthalt.
Auch zwischen den Regionen gab es Unterschiede: Nach Häufigkeitszahlen je 100.000 Einwohner lagen die Bereiche der Polizeipräsidien Koblenz und Mainz am niedrigsten. Die Häufigkeitszahl im Bereich des Polizeipräsidiums Westpfalz lag 20 Punkte über derjenigen von Koblenz.
Für Thalfang bleibt damit zunächst der konkrete Fall: Bargeld ist verschwunden, Türen und Fenster sind beschädigt, und die Polizei sucht Menschen, die in den Straßen rund um die Tatorte etwas gesehen haben. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Idar-Oberstein unter 06781/5610 oder die Polizeiinspektion Morbach unter 06533/93740 entgegen.
Stand: 2.11.2026, Uni Trier.
