Am 5. Mai 2026 beleuchtet eine Keynote von Prof. Dr. Marlen Niederberger die weitverbreitete Einsamkeit unter Erwachsenen in Deutschland. Laut ph-gmuend.de ist ein Drittel der Erwachsenen gelegentlich von Einsamkeit betroffen. Dies trifft nicht nur Menschen mit wenigen sozialen Kontakten, sondern auch solche, die gut vernetzt sind und beruflich erfolgreich erscheinen. Die Veranstaltung am DFB-Campus in Frankfurt, mit dem Motto „#WieEinsamMachtErfolgWirklich: Was können die Sport- und Finanzwelt voneinander lernen?“, diente als Plattform, um das Zusammenspiel von Erfolg und Einsamkeit zu erörtern.

Prof. Niederberger betont, dass beruflich erfolgreiche Menschen, trotz ihrer Kontakte, oft nicht über enge Vertraute verfügen. Dies kann zu einem Anstieg von Druck und Selbstzweifeln führen. Vor gesellschaftlichen Erwartungen scheuen sich viele, ihre Einsamkeit offen anzusprechen. Der Zusammenhang zwischen Erfolg und sozialer Isolation ist somit eine alarmierende Realität.

Die Rolle von Sport und Gemeinschaft

Sportliche Aktivitäten in Gruppen können zwar dazu beitragen, Einsamkeit zu mindern, jedoch gilt dies nicht für den Leistungssport. Leistungssportler, die unter hohem Druck stehen, erleben häufige Reisen, die sie von Familie und Freunden trennen. Die hohe Hemmschwelle, über ihre Einsamkeit zu sprechen, erhöht das Risiko, in eine tiefe Isolation zu geraten.

Laut bpb.de war Einsamkeit ursprünglich primär als Problem älterer Menschen bekannt, doch die Coronapandemie hat gezeigt, dass Menschen aller Altersgruppen betroffen sind. Die Zeitverwendungserhebung 2022 stellte fest, dass 16 Prozent der Bevölkerung in Deutschland häufig einsam sind. Besonders betroffen sind junge Erwachsene im Alter von 18 bis 29 Jahren, von denen 24 Prozent sich oft einsam fühlen.

Einsamkeit bei Jugendlichen und die digitale Welt

In der heutigen digitalen Ära sind viele Jugendliche ständig online, berichten aber dennoch von Einsamkeit. Eine Online-Veranstaltung von sportjugend-hessen.de thematisierte diesen Zusammenhang und beleuchtete die Rolle von Online-Mobbing als Verstärker von Einsamkeit. Die junge Referentin Greta Bernstone von JUUUPORT e.V. informierte über die negativen Erfahrungen, die Jugendliche im Netz machen, und stellte digitale Beratungsangebote vor. Diese sind darauf ausgelegt, Jugendliche in Krisensituationen Unterstützung zu bieten.

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Die Erhebung zeigt auch, dass 40 Prozent der Alleinerziehenden oft Einsamkeit empfinden und jede vierte Person, die allein lebt, sich ebenfalls häufig isoliert fühlt. Ein eindringlicher Appell von Experten lautet, dass mehr gesellschaftliche Maßnahmen erforderlich sind, um Einsamkeit zu verringern. Es bedarf echter Verbindungen, lokaler Angebote und offener Gespräche, um die Einsamkeit zu bekämpfen.

Insgesamt wird deutlich, dass Einsamkeit ein weit verbreitetes Problem ist, das nicht nur ältere Menschen, sondern auch junge Erwachsene und beruflich erfolgreiche Personen betrifft. Die Kombination aus gesellschaftlichem Druck, digitalen Interaktionen und dem Leistungsvergleich wirkt als Katalysator für Einsamkeit und stellt die Gesellschaft vor zahlreiche Herausforderungen.