Am 30. April 2026 unterzeichneten die Goethe-Universität Frankfurt und die Eintracht Frankfurt Fußball AG eine wegweisende Kooperationserklärung. Diese Partnerschaft markiert einen bedeutenden Schritt zur engeren Verzahnung von Wissenschaft und Praxis im Sportbereich. Der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Dr. Enrico Schleiff, und der Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt, Axel Hellmann, waren die Unterzeichner des Memorandum of Understanding (MoU), das am Donnerstag besiegelt wurde.
Das Hauptziel dieser Kooperation ist es, Wissen und Expertise im Bereich Sportwissenschaft auszutauschen. Die geplanten Maßnahmen umfassen unter anderem die Zusammenarbeit in der Forschung, gemeinsame öffentliche Veranstaltungen sowie gegenseitige Netzwerk-Unterstützung. Dies wird durch den neuen Arbeitsbereich der Sportwissenschaften, der im „Sportquartier im Stadtwald“ in der Otto-Fleck-Schneise angesiedelt ist, unterstützt.
Start des MBA-Programms
Ein weiteres Highlight der Kooperation ist der geplante berufsbegleitende MBA-Studiengang, der im April 2027 starten soll. Dieser Studiengang, der „Sports Management MBA“, wird an der Goethe Business School angeboten und richtet sich an Fach- sowie Führungskräfte im Sportökosystem. Schwerpunkte des Programms liegen auf Innovation, Technologie und Medien, um den Herausforderungen und Chancen der Branche gerecht zu werden.
Die Studierenden der Goethe-Universität profitieren zusätzlich von Ticketkontingenten für die Heimspiele der Eintracht, was eine direkte Verbindung zwischen Ausbildung und praktischer Erfahrung im Sportbereich herstellt. Mike Josef, der Oberbürgermeister von Frankfurt, betonte zudem die Wichtigkeit des Sports für die Stadtgesellschaft und sieht in dieser Kooperation eine Chance zur Talentförderung und Innovation.
Interdisziplinäre Forschung und Ausbildung
Die Zusammenarbeit zwischen der Goethe-Universität und Eintracht Frankfurt soll nicht nur die Forschung fördern, sondern auch die sportbezogene Expertise der Universität interdisziplinär ausbauen. Wissenschaftler*innen der Goethe-Universität werden im Sportquartier an der Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Kopf und Körper im Sport arbeiten. Es besteht ein Anknüpfungspunkt zu bestehenden Programmen, wie beispielsweise dem Weiterbildungsprogramm „Konfliktlösung im nationalen und internationalen Sport“, das bereits erfolgreich durchgeführt wird.
Die Kooperation zwischen den beiden Institutionen verspricht, nicht nur die akademische Landschaft in Frankfurt zu bereichern, sondern auch dazu beizutragen, neue Talente zu fördern und innovative Ansätze im Sportbereich zu entwickeln. Die Goethe-Universität verfolgt mit dieser Initiative eine zukunftsweisende Strategie zur Stärkung des Sportsektors in der Region.