Das Vorhaben EURECA-SPARK, gefördert mit rund 2 Millionen Euro vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT), zielt darauf ab, die Kompetenzen in Innovation und Entrepreneurship an Hochschulen in Europa zu stärken. Laut TU Freiberg sind die TU Bergakademie Freiberg und die Hochschule Mittweida federführend an der Umsetzung dieses Projektes beteiligt. Die TU Freiberg bringt hierbei ihre Expertise im Bereich Entrepreneurship sowie ihre Online-Lehrformate, bekannt unter dem Namen TUBAFdigital, mit ein.

Seit 2015 engagiert sich die TU Bergakademie Freiberg im „EIT RawMaterials – Regional Center Freiberg“ und ist seit 2020 Gründungsmitglied von EURECA-PRO. Projektkoordinator Willem Zank hebt hervor, wie die Kooperation durch das Zusammenspiel der beteiligten Institutionen gestärkt wird. EURECA-SPARK hat sich zum Ziel gesetzt, Studierende, Forschende und Unternehmen zu vernetzen, um wissenschaftliche Erkenntnisse in wirtschaftliche Werte und Innovationen zu übertragen.

Fokussiertes Curriculum und MicroDegree

Ein zentrales Element von EURECA-SPARK ist die Entwicklung eines vollständig digitalen „MicroDegree“ in den Bereichen Innovation und Entrepreneurship. Dieses Curriculum umfasst mindestens zehn eigenständige Mikrozertifikate, die gemeinsam mit Universitäten, Forschungszentren und Industriepartnern erarbeitet werden. Die Teilnehmenden werden optimal auf die Herausforderungen des Marktes vorbereitet und erwerben essenzielle Kompetenzen in Management des geistigen Eigentums, Marktvalidierung sowie verantwortungsvollem Ressourcenmanagement.

Das Projekt legt starken Wert auf die Verknüpfung von studentischen und wissenschaftlichen Innovationen mit regionalen Inkubatoren sowie europäischen Beschleunigungsprogrammen. Hierbei kooperiert EURECA-SPARK mit verschiedenen EIT-Wissens- und Innovationsgemeinschaften, darunter EIT RawMaterials, EIT 28digital und EIT Climate-KIC. Die Fokusbereiche umfassen kritische Rohstoffe, digitale Technologien, Kreislaufwirtschaft und Klimatechnologien.

Strategische Partnerschaften und EU-Ziele

EURECA-SPARK nutzt ein umfassendes Netzwerk führender europäischer Hochschulen und Industriehubs, zu den Kernuniversitäten zählen die Technische Universität Bergakademie Freiberg (Deutschland), die Universidad de León (Spanien), die Technical University of Crete (Griechenland), die Université de Lorraine (Frankreich) sowie die Hochschule Mittweida (Deutschland). Darüber hinaus beteiligen sich strategische Projektpartner aus Schweden, Italien und den Niederlanden an dieser innovativen Initiative.

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Die langfristigen Ziele der Europäischen Union in Bezug auf die Ausbildung im MINT-Bereich sind ambitioniert: Bis 2028 sollen etwa 200.000 MINT-Studierende und -Mitarbeitende gezielt im Bereich Entrepreneurship ausgebildet werden, um somit die Grundlage für wettbewerbsfähige Start-ups zu schaffen und die globale Position der europäischen Industrie zu stärken.

Rohstoffe spielen eine entscheidende Rolle in den strategischen Ambitionen Europas, insbesondere hinsichtlich der grünen und digitalen Transformation sowie der Verbesserung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit. Laut EIT RawMaterials wird bis 2030 geschätzt, dass etwa 1,2 Millionen Fachkräfte in den Bereichen Geologie, Ingenieurwesen und Materialwissenschaften benötigt werden. Diese Fokussierung auf Fachkräfte wird durch die Gründung der European Raw Materials Academy unterstützt, die sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 eine Gemeinschaft von 100.000 Lernenden und Fachleuten zu entwickeln.

Die Akademie fördert gezielt Qualifikationen und Zertifizierungen, die nicht nur das individuelle Karrierewachstum vorantreiben, sondern auch die organisatorische Resilienz und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Rohstoffsektors nachhaltig stärken.