Heute wird ein innovatives Bildungsprojekt an der KU vorgestellt, das die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern auf ein neues Niveau hebt. Unter der Leitung von Professorin Friederike Herrmann wird das Engagement des Vereins „Journalismus macht Schule“ weiterentwickelt, um junge Menschen zu befähigen, sich faktenbasiert über das Zeitgeschehen zu informieren. Die Initiative setzt darauf, dass Studierende anstelle erfahrener Journalisten die Schulen besuchen und somit eine neue Perspektive ins Klassenzimmer bringen.

Die Studierenden agieren als Coaches und begegnen den Jugendlichen auf Augenhöhe, was laut Timothy Hageneier, einem Journalistikstudenten, zu einem guten Draht und einer offenen Atmosphäre beiträgt. Während des Projekts haben die Jugendlichen gezeigt, dass sie interessiert sind und bereit, Neues zu lernen. Diese positive Einstellung hat die Unterrichtsatmosphäre erheblich verbessert. Herrmann beschreibt die Studierenden in diesem Kontext als große Geschwister, die die Schüler unterstützen und ermutigen.

Praktische Übungen zur Medienkompetenz

Ein zentraler Bestandteil des Schulprojekts besteht in der Durchführung praktischer Übungen, die auf den sicheren Umgang mit Medien abzielen. In Gruppen bereiteten die Studierenden verschiedene Kurse vor. Eine Gruppe beschäftigte sich etwa mit der Arbeit mit Agenturmeldungen und der Auswahl relevanter Themen. Eine andere Gruppe entwickelte einen Prototypen für einen TikTok-Kanal und testete den Algorithmus.

Ein besonders interessanter Aspekt des Projekts war die Untersuchung der Wahrhaftigkeit von Informationen auf Social-Media-Plattformen. Die Schülerinnen und Schüler sollten herausfinden, ob Instagram- oder TikTok-Beiträge echte Informationen enthielten. Alarmierend war das Ergebnis: Zwei Drittel der Jugendlichen glaubten, dass das Vorhandensein eines blauen Hakens auf Instagram für die Richtigkeit der Informationen ausreichend sei. Diese Erkenntnis zeigt, wie wichtig es ist, das kritische Hinterfragen von Informationen in den Unterricht zu integrieren.

Ein Bedarf an Medienkompetenz

Die Initiative hat nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Lehrkräften und Studierenden einen konsensualen Eindruck hinterlassen. Alle Beteiligten sind sich einig, dass der Kurs eine bestehende Lücke im Lehrplan aufzeigt. In einer Zeit, in der Medienkompetenz immer entscheidender wird, vermittelt das Projekt, wie wichtig es ist, Informationen kritisch zu hinterfragen.

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Friederike Herrmann zieht ein positives Fazit aus den bisherigen Erfahrungen und plant, das Pilotprojekt weiterzuführen und auszubauen. Zukünftige Ziele umfassen nicht nur die Stärkung der Medienkompetenz bei Jugendlichen, sondern auch die Ansprache anderer Zielgruppen, wie ältere Menschen, um ein breiteres Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Die Initiative zeigt, dass Bildung im Journalismus nicht nur für zukünftige Journalisten von Bedeutung ist, sondern für alle, die in einer von Informationen überfluteten Welt leben.

Für weitere Informationen zu dem Projekt und seinem Verlauf können Sie den Artikel auf der Webseite der KU nachlesen.