Europäische Hochschulallianz: 7,2 Millionen Euro für Bildungstransformation!
Die FORTHEM-Allianz hat eine bedeutende Förderung in Höhe von 7,2 Millionen Euro durch Erasmus+ für ihr Projekt „FORTHEM NEXUS“ erhalten. Wie die Johannes Gutenberg-Universität Mainz berichtet, wird die Förderung ab November 2026 für einen Zeitraum von 24 Monaten wirksam. Ziel dieser Initiative ist es, die europäische Zusammenarbeit zu intensivieren und einen transnationalen Campus zu schaffen.
Die FORTHEM-Allianz besteht aus neun europäischen Partnerhochschulen, darunter auch die Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Insgesamt haben sich 37 Hochschulallianzen um die Fördermittel beworben, von denen 20 ausgewählt wurden. FORTHEM zählt zu den frühen Begünstigten dieser EU-Initiative, die seit 2019 läuft und darauf abzielt, den Europäischen Bildungsraum zu stärken.
Ziele und Strategien der FORTHEM-Allianz
Der Schwerpunkt von FORTHEM NEXUS liegt auf der Integration von Internationalisierung und Mobilität in die Curricula der beteiligten Hochschulen. Außerdem sollen Innovationen in der Lehre gefördert, Forschende in frühen Karrierephasen unterstützt und gesellschaftliches Engagement gestärkt werden. Die strukturelle Integration der Partneruniversitäten wird durch gemeinsame Strukturen und Unterstützungsangebote vorangetrieben.
Die Allianz plant, Mobilitäts- und Kooperationsmöglichkeiten für Studierende und Mitarbeitende zu erweitern. Derzeit umfasst FORTHEM etwa 230.000 Studierende, 2.500 Doktorand:innen, 19.000 Wissenschaftler:innen und 17.000 Mitarbeitende. Über 60 assoziierte Partner, darunter regionale Behörden und Unternehmen, unterstützen die Allianz in ihren Vorhaben.
Der Rahmen von Erasmus+
Erasmus+ unterstützt die Gründung und den Betrieb europäischer Universitätsallianzen durch gezielte Ausschreibungen. Laut europa.eu stehen für den Haushaltszeitraum 2021-2027 insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro für diese Initiative zur Verfügung. Dabei kann jede europäische Universitätsallianz bis zu 14,4 Millionen Euro für einen Zeitraum von vier Jahren erhalten, was fast dreimal so viel ist wie die Fördermittel in der Pilotphase von 2019-2020.
Ein weiteres Merkmal von Erasmus+ ist die Möglichkeit, die vierjährige Förderperiode um zwei Jahre zu verlängern, was in den kommenden Arbeitsprogrammen vorgesehen ist. Neben spezifischen Fördermitteln haben Hochschulallianzen Zugang zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten, die beispielsweise die Mobilität von Studierenden und Mitarbeitenden betreffen.
Europäische Hochschulallianzen im Überblick
Rund 50 Prozent der Studierenden in Deutschland sind an Hochschulen immatrikuliert, die Teil einer EU-geförderten europäischen Hochschulallianz sind. Diese Fortschritte unterstützen die strategischen Ziele der EU-Kommission, bis Mitte 2024 insgesamt 60 Hochschulallianzen mit 500 beteiligten Hochschulen zu etablieren. Mit derzeit 73 Allianzen übersteigt die Initiative dieses Ziel signifikant.
