Am 6. Mai 2026 steht an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Präsidentenwahl an. Die einzige Bewerberin ist die Amtsinhaberin Prof. Dr. Gabriele Gien, die seit Oktober 2014 als interimistische Präsidentin fungiert. Sie wird ihre Vorhaben in einem hochschulinternen Hearing am Wahltag präsentieren. Ein Wahlgremium mit insgesamt 28 Mitgliedern, bestehend aus internen und externen Hochschulräten sowie Vertretern des Senats und des Stiftungsrats, wird die Wahl durchführen.
Das Wahlverfahren unterliegt der Wahlsatzung der Trägerstiftung der KU und findet alle fünf Jahre statt. Gien hatte bereits in den vorherigen Wahlen 2016 und 2021 das Vertrauen der Wahlberechtigten gewonnen. Neben ihren planerischen Vorstellungen ist es wichtig, dass die Bewerbung um die Unbedenklichkeitserklärung „Nihil obstat“ an den Heiligen Stuhl in Rom geschickt wird.
Hintergrund zu Gabriele Gien
Prof. Dr. Gabriele Gien, geboren am 11. Januar 1962 in München, ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Ihr beruflicher Werdegang umfasst den Schuldienst sowie wissenschaftliche Tätigkeiten an der Universität Augsburg und der Universität Freiburg. Seit 2009 leitet sie den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der KU und wurde zudem zur Vizepräsidentin für Studium und Lehre gewählt.
Gien hat zahlreiche Erfolge während ihrer Amtszeit verzeichnet, darunter die Aufnahme der KU in die Deutsche Forschungsgemeinschaft und eine deutliche Steigerung der Drittmitteleinwerbungen. Besonders hervorzuheben ist die vierfache Auszeichnung der KU als „beliebteste Universität in Deutschland“. Für ihre Leistungen wurde sie 2024 als „Hochschulmanagerin des Jahres“ geehrt, ein Preis, der von dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und der Wochenzeitung „Die Zeit“ verliehen wird.
Zukunftsperspektiven und Herausforderungen
Ein zentrales Ziel von Gien ist der Abschluss der Verhandlungen zur Finanzierung der KU nach 2028. Ihre Amtszeit beträgt fünf Jahre und könnte vorzeitig enden, sobald sie die Ruhestandsgrenze von 67 Jahren erreicht. In der aktuellen Bewerbungsrunde gab es zunächst sieben Kandidaten, von denen sich das Wahlgremium auf Gien als einzige Kandidatin einigte, nachdem einer der Bewerber seine Kandidatur zurückzog.
Die Studierenden der KU sind über ihre Vertreter im Hochschulrat und im Senat ebenfalls an der Wahl beteiligt, was die Partizipation innerhalb der Hochschule unterstreicht. Gien hat insgesamt auch verschiedene Funktionen in weltweiten Netzwerken katholischer Universitäten inne, unter anderem im Netzwerk AcademiaNet, das herausragende Wissenschaftlerinnen in Europa unterstützt.
Die Wahl am 6. Mai wird somit nicht nur über das zukünftige Präsidium entscheiden, sondern auch über die strategische Ausrichtung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt für die kommenden Jahre. Gabriele Gien hat sich in den letzten Jahren als eine treibende Kraft für positive Veränderungen an der Universität etabliert und wird die Herausforderungen der Zukunft aktiv angehen.
Für weitere Informationen zu dieser Wahl informiert Katholische Universität über die aktuellen Entwicklungen. Details über Gabriele Giens Werdegang und ihre Projekte finden Sie auch auf Hochschule Bayern.