Am 24. Juni 2026 steht die Universität Bamberg erneut im Zeichen spannender akademischer Veranstaltungen. Der Höhepunkt wird ein Gastvortrag mit Prof. Dr. Heike Delitz sein, der am Montag, den 29. Juni 2026, um 14:15 Uhr online über Zoom stattfindet. Unter dem Titel „Urbane Paniken, die Geburt der modernen Stadt und der urban konzentrierte ‚architektonische Modus kollektiver Existenz‘“ untersucht Delitz die Ängste in europäischen Großstädten des 18. Jahrhunderts und deren Einfluss auf die moderne Architektur sowie Infrastruktur. Hierbei wird auch über gegenwärtige urbane Ängste und deren Zusammenhang mit Architektur und sozialen Ungleichheiten diskutiert. Die Teilnahme ist kostenfrei und offen für alle Interessierten, was die Veranstaltung besonders zugänglich macht.

Zur selben Zeit findet im Rahmen des Zentrums für Mittelalterstudien ein weiterer bedeutender Gastvortrag statt. Hans Peter Hahn, Professor für Ethnologie an der Universität Frankfurt, wird über „Sprechen über das Material. Holzmethapern und Holzwertigkeit(en)“ referieren. Diese Veranstaltung beginnt ebenfalls am 29. Juni 2026, jedoch um 19 Uhr.

Vielfalt der Veranstaltungen in der ersten Juliwoche

Der Monat Juli bringt eine Reihe weiterer interessanter Vorträge mit sich. Am Mittwoch, den 1. Juli 2026, spricht Julian Bockius über die Beziehung zwischen Friedrich Nietzsche und Richard Wagner mit dem Titel „Nietzsche contra Wagner?“ Die Veranstaltung findet um 18 Uhr an der Universität Bamberg im Raum U5/00.24 statt.

Gleichzeitig wird ab 18:30 Uhr eine Veranstaltung zur Geschichte, Erforschung und Erhaltung von Sgraffito-Dekorationen am Markusplatz 2 (MG2) im Raum MG2/00.10 organisiert. Professor Dr. Huth wird einen Vortrag halten, gefolgt von einer praktischen Demonstration durch den Kirchenmaler Manfred Dörfler. Hier ist eine Anmeldung erforderlich, wobei die Teilnahme ebenfalls kostenfrei ist.

Nicht zuletzt startet am Donnerstag, den 2. Juli 2026, die BaCAI Lectures, eine Vortragsreihe des Bamberger Zentrums für Künstliche Intelligenz. Der erste Vortrag von Prof. Dr. Barbara Hammer wird sich mit Explainable AI (XAI) befassen und beginnt um 18 Uhr im Raum WE5/00.022.

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Forschung zu städtischer Ungleichheit

In einem breiteren Kontext ist die Forschung zur sozialen Ungleichheit in städtischen Räumen von wachsender Bedeutung. Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in „Nature Cities“, beleuchtet die Beziehung zwischen der Bevölkerungsgröße und dem physischen Ausdruck des Vermögens der Oberschicht. Das Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Geoanthropologie untersucht quantitative Gemeinsamkeiten in der Verteilung und dem Ausdruck von Wohlstand sowohl in antiken römischen als auch modernen Städten.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Wohlstand der Eliten sublinear mit der Stadtgröße erhöht, was bedeutet, dass der Anstieg des Wohlstands bei größeren Städten verlangsamt. Dies wirft essentielle Fragen zur Stadtplanung und deren Einfluss auf die soziale Ungleichheit auf. Historische Beispiele könnten möglicherweise Lösungen aufzeigen, die über einfache Steuerrechtsänderungen hinausgehen.

Des Weiteren beschäftigt sich das ILS sowohl mit der Gestaltung sozialräumlicher Strukturen für gleichwertige Lebensverhältnisse als auch mit der Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe. In diesem Rahmen wird die Analyse ungleicher Entwicklungen angestrebt, um integrative Lösungen zu entwickeln, die unter anderem den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum verbessern sollen.

Für alle interessierten Bürger bietet die Universität Bamberg somit nicht nur eine Plattform für akademischen Austausch, sondern beleuchtet auch drängende gesellschaftliche Themen wie soziale Ungleichheit und urbane Ängste, die unser modernes Leben prägen.