Am 6. Mai 2026 steht die Universität Bamberg im Zeichen der Lyrik. Am 12. Mai 2026 um 20 Uhr lädt die Institution zu einer Lesung und einem Gespräch mit der renommierten Lyrikerin Daniela Danz ein. Diese Veranstaltung findet im Raum U5/00.24, An der Universität 5 (U5) in Bamberg statt. Der Schwerpunkt des Abends liegt auf der Präsentation von Danz‘ aktuellem Gedichtband „Portolan“, der sich thematisch mit mittelalterlichen Seekarten auseinandersetzt. Der Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft organisiert die kostenfreie Veranstaltung, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.
Daniela Danz übernahm 2024 die Bamberger Poetikprofessur und gilt seither als eine der bedeutendsten Stimmen in der deutschen Lyrik. Ihr Gedichtband „Portolan“ wird als souverän und welthaltig beschrieben. Danz’ Texte beleuchten oftmals überhörte Perspektiven, sowohl von Flora und Fauna als auch von inneren Gewissensthemen. Ein Beispiel für die thematische Tiefe des Werkes ist, dass sie poetische Anschauungsweisen zur Transzendenz eröffnet, die nicht zwingend religiösen Charakter haben.
Vielfältige Themen und Auszeichnungen
Die Lyrik Danz’ wird als hochgebildet, sinnlich und tieftraurig charakterisiert, und ihre Gedichte sind anspielungsreich und zärtlich. Der aktuelle Band, „Portolan“, reflektiert globale Warenströme und Meeresräume, und zeigt auf, wie Danz es versteht, komplexe gesellschaftliche Themen in geschliffene Verse zu fassen. Die internationale Bedeutung ihrer Arbeit zeigt sich auch in den zahlreichen Auszeichnungen, die sie erhalten hat, darunter der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung im Jahr 2026.
Daniela Danz hat an verschiedenen Universitäten studiert, darunter Kunstgeschichte und Germanistik in Tübingen, Prag, Berlin, Leipzig und Halle an der Saale. Ihre Promotion widmete sie dem „Krankenhauskirchenbau der Weimarer Republik“. Zudem war sie von 2003 bis 2010 als Kunstinventarisatorin für die Evangelische Kirche tätig und übernahm später die Leitung des Schillerhauses in Rudolstadt bis 2020.
Einblick in das literarische Schaffen
Neben ihrer Lyrik hat Danz auch in anderen literarischen Formaten wie Prosa, Essays und Libretti gearbeitet. Ihre Beiträge zur Literatur reichen von den großen Epen der Antike bis hin zur modernen Lyrik, in der sie gesellschaftspolitische Themen behandelte. Der vorletzte Gedichtband „Wildniß“ thematisiert die Ambivalenz des Begriffs Wildnis im Kontext von Natur und Gesellschaft.
Im Bereich der Musik hat Danz als Librettistin für die Oper „Der Mordfall Halit Yozgat“ mitgewirkt, die auf einer Recherche über die NSU-Mordserie basiert. Diese Oper wurde als „grandest work in this year’s festival“ von der New York Times bezeichnet und bei verschiedenen Festivals präsentiert.
Alle Interessierten sind eingeladen, die poetischen Welten von Daniela Danz am 12. Mai 2026 an der Universität Bamberg zu entdecken. Für weitere Informationen stehen Prof. Dr. Friedhelm Marx unter Tel.: 0951/863-2120 sowie Verena Schultheiß für Medienanfragen unter Tel.: 0951/863-1182 zur Verfügung. Danz lehrt seit 2021 über den Bundeswettbewerb „Demokratisch Handeln“ und bleibt eine prägende Figur der deutschen Literaturszene.
Mehr über die Veranstaltung kann auf der Website der Universität Bamberg nachgelesen werden, während detaillierte Einblicke in Danz‘ Werk und ihre Biografie auf der Seite des Wallstein Verlags sowie der Wikipedia zu finden sind.