Am 13. Juli 2026 eröffnete die Universität Greifswald gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald das Center for Data and AI Research (CEDAR). Wissenschaftsministerin Bettina Martin war anwesend und betonte die Relevanz der Interdisziplinarität in der Forschung.

Das zentrale Ziel von CEDAR ist es, Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenzubringen, um gemeinsame Forschungsprojekte zu fördern und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Gesellschaft, Wirtschaft und Gesundheitsversorgung zu stärken. Die Universität Greifswald weitet zudem ihr Lehrangebot aus: Ab dem Wintersemester 2027/28 wird eine Professur für „Künstliche Intelligenz in Kultur und Gesellschaft“ sowie ein neuer Bachelorstudiengang namens „Human Centered Artificial Intelligence“ eingeführt.

Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie

Gemäß dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMFTR) hat sich die Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie für Innovationen etabliert. Künstliche Intelligenz wird immer leistungsfähiger und breiter eingesetzt, wobei die Bundesregierung eine klare KI-Strategie verfolgt, um den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken.

Mit Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro jährlich von 2019 bis 2021 sowie zusätzlichen 2 Milliarden Euro aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket hat die Bundesregierung das Fundament für eine Spitzenposition Deutschlands in der KI gelegt. Der KI-Aktionsplan, ein Update zur bestehenden KI-Strategie, identifiziert elf Handlungsfelder, die dringend Aufmerksamkeit erfordern.

Neue Perspektiven für die Medizin

CEDAR schafft eine fakultätsübergreifende Plattform für den wissenschaftlichen Austausch und unterstützt Drittmittelprojekte sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs. Am Institut für Universitätsmedizin Greifswald werden mehrere neue Professuren mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz angestrebt, darunter eine Professur für quantitative augmentierte Bildgebung.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten in der Medizin, von der Grundlagenforschung bis zur Patientenversorgung. Dabei verbindet der neue Studiengang Informatik mit Ethik, Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Digitaler Linguistik und Digital History, um eine ganzheitliche Ausbildung zu gewährleisten.

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald ist Prof. Dr. Kristina Yordanova, die am Institut für Data Science tätig ist. An der Universitätsmedizin Greifswald steht Prof. Dr. Lars Kaderali für Fragen zum Institut für Bioinformatik zur Verfügung.

Durch den Aufbau von Kompetenzzentren und KI-Servicezentren sowie die Förderung von über 150 neuen KI-Professuren seit 2018 wird die Sichtbarkeit der KI-Forschung in Deutschland weiter erhöht. Die BMFTR-Strategie umfasst auch die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie deren Forschung und Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, was der Innovationskraft des gesamten Sektors zugutekommt.