Am 11. Juli 2026 fand auf dem KUNST!RASEN in den Bonner Rheinauen das traditionsreiche Universitätsfest der Universität Bonn statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Lehrpreise der Universität Bonn verliehen, eine Auszeichnung, die seit 2011 jährlich verliehen wird. Rund 2000 Absolvent*innen waren anwesend, um die Ehrungen mitzuerleben. Prof. Dr. Klaus Sandmann, Prorektor für Studium, Lehre und Hochschulentwicklung, betonte in seiner Rede die Bedeutung guter Lehre für den akademischen Erfolg.

Die Lehrpreise 2026 würdigen Persönlichkeiten, die innovative Lehrmethoden und Studiengänge entwickeln. Preisträger*innen kommen aus verschiedenen Fakultäten der Universität Bonn:

  • Agrar-, Ernährungs- und Ingenieurwissenschaftliche Fakultät: Prof. Dr. Sarah Egert, Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften
  • Bonner Zentrum für Lehrer*innenbildung: Theresa Strombach, Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft
  • Katholisch-Theologische Fakultät: Dominik Schlauß, Alttestamentliches Seminar
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät:
    • Dr. Marcus A. Hubert, Fachgruppe Pharmazie
    • Julia Klumparendt, Fachgruppe Erdwissenschaften
    • Prof. Dr. Jennifer Schober, Fachgruppe Physik/Astronomie
    • Prof. Dr. Christoph Thiele, Fachgruppe Molekulare Biomedizin
  • Medizinische Fakultät:
    • Prof. Dr. Stefanie Kürten, Anatomisches Institut/Neuroanatomie
    • Prof. Dr. Tobias Raupach, Institut für Medizindidaktik
  • Philosophische Fakultät:
    • Dr. Lucas Curstädt, Institut für Sprach-, Medien- und Musikwissenschaft, Abteilung für Medienwissenschaft
    • Dr. Ghattas Eid, Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie
    • Dr. Sang-Yi O-Rauch, Institut für Orient- und Asienwissenschaften
  • Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät:
    • Prof. Dr. Alexander Scheuch, Fachbereich Rechtswissenschaft, Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht
    • JProf. Julia Mink, Ph.D., Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Institut für Angewandte Mikroökonomik

Innovative Lehrmethoden im Fokus

Beim Universitätsfest im Jahr 2025 wurden bereits 14 Lehrende für ihre herausragenden pädagogischen Leistungen geehrt. Diese Auszeichnung basiert auf den Vorschlägen der Studierenden, die damit außergewöhnlichen Einsatz und innovative Lehrmethoden würdigen. Die Preisverleihung im Vorjahr fand vor mehr als 7000 Gästen statt, was die große Bedeutung dieser Auszeichnung unterstreicht. Prof. Dr. Klaus Sandmann überreichte die Urkunden und hoben die Essenz der Lehre als zentralen Aspekt für den akademischen Erfolg hervor.

Die Lehrpreise reflektieren nicht nur die fachliche Exzellenz, sondern auch die didaktische Kreativität und das Engagement zur Unterstützung der Studierenden. Die Auszeichnung erfolgt auf Grundlage von Nominierungen der Studierenden, was die Stimmigkeit der Preise unterstreicht.

Meilensteine in der Hochschullehre

Die Förderung von innovativen Lehrmethoden ist auch auf eine größere Initiative zurückzuführen, die 2019 im Rahmen einer Bund-Länder-Vereinbarung zur Innovation in der Hochschullehre beschlossen wurde. Diese Initiative zielt darauf ab, die Studien- und Lehrqualität an Hochschulen zu verbessern und neue Formate zu erproben. Seit 2021 steht jährlich ein Betrag von 150 Millionen Euro zur Verfügung, um diese Ziele zu erreichen.

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Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre wurde unter dem Dach der Toepfer Stiftung gGmbH gegründet und unterstützt die Entwicklung innovativer Lehrformate sowie den Austausch zwischen Hochschulen. Aktivitäten der Stiftung sind darauf ausgelegt, wissenschaftsgeleitete Projektförderung zu organisieren und den Wissenstransfer erfolgreich zu gestalten. Dadurch sollen sowohl die strukturelle Stärkung der Hochschulen als auch aktuelle und themenbezogene Herausforderungen adressiert werden.

Der anhaltende Fokus auf Innovation in der Hochschullehre ist entscheidend, um die Qualität der akademischen Bildung dauerhaft zu sichern und den Bedürfnissen der Studierenden gerecht zu werden. Die Berücksichtigung studentischer Nominierungen bei der Preisvergabe ist dabei ein Schritt, um die Lehre noch stärker an den Bedürfnissen der Lernenden auszurichten.

Für weitere Informationen wird auf die Berichterstattung von Uni Bonn, Rheinische Anzeigenblätter sowie BMFTR verwiesen.