Prof. Dr. Katharina Riedel, Rektorin der Universität Greifswald, wurde zur neuen Sprecherin der Mitgliedergruppe Universitäten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gewählt. Die Wahl fand am Dienstag in Berlin statt, und Riedels Amtszeit beginnt am 1. Dezember 2026. Damit folgt sie auf Prof. Dr. Anja Steinbeck, die zuvor dieses Amt innehatte. Neben Riedel wurde auch Prof. Dr. Tanja Brühl, Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt, zur stellvertretenden Sprecherin gewählt.
Riedel, die sich als Mikrobiologin einen Namen gemacht hat, wird im erweiterten Sprecher*innenkreis durch Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg, sowie durch Prof. Dr. Barbara Albert, Rektorin der Universität Duisburg-Essen, unterstützt. Albert ersetzt in diesem Gremium Prof. Dr. Volker Epping. Diese Mitgliedergruppen der HRK – zu denen auch Fachhochschulen zählen – sind entscheidend für den Meinungsaustausch über hochschulspezifische Fragen und setzen sich für die Interessenvertretung innerhalb der HRK und darüber hinaus ein. uni-greifswald.de
Relevanz des Hochschulsystems
Ein zukunftssicheres Hochschulsystem ist nicht nur für die akademische Gemeinschaft von Bedeutung, sondern hat auch weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen. Diese Perspektive wurde zuletzt von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Deutschen Studierendenwerk (DSW) betont. Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der HRK, und Prof. Dr. Beate A. Schücking, DSW-Präsidentin, führten in einer gemeinsamen Pressemitteilung umfassende Forderungen an die zukünftige Bundesregierung auf.
Sie machten deutlich, dass die Bildungs- und Forschungspolitik eine Schlüsselrolle einnehmen müsse, um das Hochschulsystem zu stärken. Insbesondere betonen sie, dass Hochschulen entscheidend für sozialen Zusammenhalt, Wohlstand und Demokratie sind. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Abbau von Bürokratie und eine umfassende Forschungs- und Innovationsförderung als notwendig erachtet. idw-online.de
Herausforderungen für Studierende
Zusätzlich zu den Forderungen der HRK stellte das DSW spezifische Anliegen der Studierendenschaft heraus. Diese umfassen unter anderem den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum und die Notwendigkeit einer Reform des BAföG, das viele Studierende nicht ausreichend unterstützt. Laut den aktuellen Zahlen geben Studierende im Durchschnitt 54 % ihres Einkommens für Miete aus. Das DSW fordert zudem ein Sanierungsprogramm für klimaneutrale Hochschulen, was eine erhebliche Investition von bis zu vier Milliarden Euro in den nächsten vier Jahren erfordert.
Die Forderungen zu Wohnraum und BAföG spiegeln die drängenden Probleme wider, mit denen viele Studierende konfrontiert sind, und zeigen die Notwendigkeit für politische Maßnahmen auf, um geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Der neue Sprecherin der HRK-Mitgliedergruppe Universitäten, Katharina Riedel, kommt somit eine besondere Verantwortung zu, diese Themen in der laufenden Hochschulpolitik zur Sprache zu bringen. idw-online.de