Am 14. Juli 2026 gaben die Technische Universität Chemnitz und die Vietnamesisch-Deutsche Universität (VGU) den Start eines gemeinsamen Doppelabschlussprogramms im Bereich „Elektrotechnik/Mikroelektronik“ bekannt. Dieses ambitionierte Vorhaben zielt darauf ab, internationale Fachkräfte in der Mikroelektronik auszubilden und weist eine einzigartige Struktur auf, die Studienabschnitte sowohl in Vietnam als auch in Chemnitz integriert. Laut TU Chemnitz wird der neue Studiengang unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Mößner entwickelt und startet im Wintersemester 2026/2027.

Ein Markenzeichen des Programms ist die Kombination aus englischsprachiger Lehre und dem Erlernen der deutschen Sprache ab dem zweiten Jahr. Die Studierenden werden so auf den direkten Eintritt in den Beruf oder auf weiterführende Masterprogramme in Deutschland vorbereitet. Das finale Studienjahr wird überwiegend auf Deutsch unterrichtet, was den internationalen Studierenden zusätzlichen Mehrwert und Flexibilität bietet. Am 9. Juli 2026 wurde ein „Memorandum of Understanding“ (MoU) unterzeichnet, um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen offiziell zu besiegeln.

Vietnamesisch-Deutsche Universität: Ein Erfolgsmodell

Die VGU, die am 10. September 2008 in Ho-Chi-Minh-Stadt gegründet wurde, entspricht dem deutschen Universitätsmodell und bietet einen umfassenden Bildungsansatz in den technischen, naturwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern. Der Unterricht erfolgt durch deutsche Partneruniversitäten, und die VGU hat sich als wichtige Institution für die akademische Ausbildung in Südostasien etabliert. Sie wird von über 30 deutschen Hochschulen unterstützt, wie auf Wikipedia detailliert beschrieben.

Mit rund 3.300 Studierenden im Jahr 2024 hat sich die VGU zu einem bedeutenden Akteur in der vietnamesischen Bildungslandschaft entwickelt. Die Hochschule vergibt deutsche Abschlüsse und hat sich das Ziel gesetzt, zur wirtschaftlichen Modernisierung Vietnams beizutragen. Die Lehrgebühren betragen etwa 750 USD pro Semester und umfassen Stipendien für bis zu 60 % der Studierenden.

Langfristige Perspektiven und Infrastruktur

Das langfristige Ziel der VGU ist es, die Studierendenzahl bis 2030 auf 5.000 und bis 2040 auf bis zu 12.000 zu erhöhen. Der neue Campus, der am 11. November 2022 eröffnet wurde, enthält modernste Labor- und Forschungsgebäude, sowie eine Bibliothek und Sportanlagen. Die VGU hat sich außerdem neben Programmen in Elektrotechnik auch Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Verkehr, erneuerbare Energien, Wassertechnologien und nachhaltige Stadtentwicklung gesetzt, wie in den neuesten Informationen erwähnt.

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Insgesamt spiegelt das gemeinsame Programm zwischen der Technischen Universität Chemnitz und der VGU die wachsende Bedeutung internationaler Kooperationen im Bildungsbereich wider und trägt dazu bei, die Ausbildung von Fachkräften auf globalem Niveau zu fördern. Es bleibt abzuwarten, wie viele Studierende von dieser innovativen Initiative profitieren werden, während die VGU als Brücke für die akademische Ausbildung in Südostasien fungiert.