Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat am 13. Mai 2026 bekanntgegeben, dass der renommierte Gutenberg Research Award 2026 an Prof. Dr. Bissera Pentcheva von der Stanford University in Kalifornien verliehen wird. Diese Auszeichnung gilt als der bedeutendste Forschungspreis der JGU und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 18. Mai 2026 um 18:00 Uhr in der Alten Mensa auf dem Campus der Universität statt, im Rahmen der Jahresfeier des Gutenberg Forschungskollegs (GFK), wie presse.uni-mainz.de berichtet.

Prof. Dr. Mita Banerjee, Direktorin des GFK, betont die internationale Reputation von Pentcheva in der byzantinischen und mittelalterlichen Kunstgeschichte. Der Preis wurde aufgrund eines Vorschlags der Abteilungen für Kunstgeschichte sowie Musikwissenschaft der Universität Mainz an sie verliehen. Pentcheva, die auch als Victoria and Roger Sant Professorin im Department of Art & Art History an der Stanford University tätig ist, hat sich durch ihre interdisziplinären Forschungen einen Namen gemacht.

Forschungsschwerpunkte und interdisziplinäre Ansätze

Die Forschung von Prof. Pentcheva konzentriert sich auf die Schnittstellen von Akustik, Kunst und Musik, insbesondere im Kontext der byzantinischen Architektur. Sie hat sich intensiv mit der akustischen Dimension sakraler Räume beschäftigt und untersucht, wie Architektur, Liturgie und Musik miteinander interagieren. Ihre Arbeiten umfassen auch die Rekonstruktion historischer Klangumgebungen, wie etwa in der Hagia Sophia. Diese innovative Herangehensweise hat dazu beigetragen, das Verständnis für die religiösen und kulturellen Praktiken im Byzantinischen Reich zu vertiefen, wie christliche-archaeologie.uni-mainz.de ergänzt.

Prof. Pentcheva hat einen Bachelor-Abschluss in Kunstgeschichte von Dartmouth College (1995) und einen Master-Abschluss von der Harvard University (1998) erworben. Ihre Promotion 2001 an der Harvard University mit der Dissertation „Images and Icons of the Virgin and Their Public in Middle Byzantine Constantinople“ wurde mit dem John Nicholas Brown-Preis ausgezeichnet.

Vorträge und Veröffentlichungen

Nach der Preisverleihung wird Prof. Pentcheva einen Vortrag mit dem Titel „Icons of Sound: Chant and Recitation in Hagia Sophia“ halten. Darüber hinaus wird sie am 20. Mai 2026 im Rahmen des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der JGU einen Jahresvortrag halten. Am 21. Mai 2026 wird sie zudem im Alten Dom St. Johannis ihr Buch „Sacred Architecture, Rite and Music between Byzantium and the West (6th-15th Centuries)“ präsentieren, welches im Rahmen ihres Forschungsprojekts CANTORIA entstanden ist.

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Die Vergabe des Gutenberg Research Award an Prof. Bissera Pentcheva unterstreicht nicht nur ihre herausragenden Leistungen, sondern auch das Engagement der JGU, international bedeutende Forscherinnen und Forscher zu würdigen. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für ihre bemerkenswerten Beiträge zur Kunstgeschichte und interdisziplinären Forschung.