Das Graduiertenkolleg „Urban future-making“ an der HafenCity Universität, gemeinsam betrieben mit der Universität Hamburg und der TU Hamburg, hat eine Verlängerung seiner Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bis 2031 erhalten. Diese Entscheidung kommt in einer Zeit, in der die Herausforderungen der gebauten Umwelt angesichts von sozial-ökologischen Transformationen immer dringlicher werden. Laut HafenCity Universität erstreckt sich die zweite Förderphase vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. März 2031.
Die interdisziplinäre Ausrichtung des Kollegs fördert die Qualifizierung von Promovierenden, die sich mit der zukunftsgerichteten Gestaltung der gebauten Umwelt auseinandersetzen. Seit dem Start des Programms im März 2022 konnten in der ersten Förderphase bereits 12 finanzierte Promovierende und 9 assoziierte Mitglieder betreut werden. Interessanterweise hat ein Großteil dieser ersten Kohorte die Promotion innerhalb von drei Jahren erfolgreich abgeschlossen.
Forschungsfokus und Thematische Schwerpunkte
In der aktuellen zweiten Kohorte sind erneut 12 geförderte und 9 assoziierte Mitglieder inkludiert, darunter zwei Postdoktorand:innen. Die Forschung des Kollegs zielt darauf ab, Akteur:innen der gebauten Umwelt zu befähigen, unter wachsender Dringlichkeit und Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben. Die Schwerpunkte sind vielfältig: Sie reichen von Klimapolitik über Stadtplanung bis hin zu Fragen der Energieversorgung und des Wohnens.
Die thematischen Schwerpunkte umfassen auch übergreifende Konzepte wie Bedeutungen und Werte, die in den sozialen und institutionellen Kontexten der urbanen Transformation verankert sind. Aufgabe der Forschenden ist es, gesellschaftliche Zukunftsprozesse in der gebauten Umwelt zu gestalten, während sich die Rahmenbedingungen ändern. Die beteiligten Forschenden kommen aus verschiedenen Disziplinen wie Stadtplanung, Bauingenieurwesen, Soziologie, Geographie und Verkehrsplanung.
Interdisziplinäre und Internationale Perspektiven
Die DFG unterstützt diese interdisziplinäre Ausrichtung, um die Promovierenden auf den Wissenschaftsmarkt vorzubereiten. Ein zentraler Aspekt ist die internationale Ausrichtung des Kollegs, die gleichsam eine englische Arbeitssprache und eine internationale Rekrutierung umfasst. Diese Aspekte spielen eine entscheidende Rolle in der Forschungsarbeit, insbesondere im Kontext der globalen Herausforderungen, die soziale Innovationen und nachhaltige Transformationen erfordern.
In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass die Transformation zur Nachhaltigkeit eines der zentralen Themen für europäische Städte darstellt. Der Bedarf an konzeptioneller Klarheit und neuen Perspektiven ist absolut gegeben. In einem aktuellen Sammelband wird sozialer Innovation besondere Bedeutung beigemessen, um technik- und ökonomiezentrische Ansätze in der urbanen Transformation herauszufordern. Dieser Sammelband bietet nicht nur theoretische sondern auch praktische Ansichten, um Begriffe und Konzepte im Kontext urbaner Veränderungen zu klären, wie es TU Wien beschreibt.
Die Beiträge in diesem Sammelband umfassen verschiedene Schlüsselbegriffe der urbanen Transformation, wie beispielsweise Empowerment, Gerechtigkeit und Partizipation. Diese Ansätze laden dazu ein, die vielschichtigen Herausforderungen der Stadtentwicklung ganzheitlich zu reflektieren und innovative Lösungen zu entwickeln.
Es ist offensichtlich, dass die anhaltende Förderung des Graduiertenkollegs „Urban future-making“ nicht nur die Geschwindigkeit der Forschung beschleunigt, sondern auch das Potenzial bietet, entscheidende Fortschritte in der Gestaltung der urbanen Zukunft zu erzielen.