Das kutane Melanom ist eine aggressive Form von Hautkrebs, die aus den körpereigenen Melanozyten hervorgeht. Dr. Miriam Mengoni wird am 23. Juni 2026 um 17:00 Uhr im Hörsaal AM 4 eine Antrittsvorlesung an der Universität zu Lübeck halten. Diese Gelegenheit markiert den Abschluss ihrer Habilitation im Fachgebiet Dermatologie. In ihrer Forschung untersucht Dr. Mengoni, inwiefern computer-assistierte Tools helfen können, patienten- und tumorbezogene Faktoren vorauszusagen, die den Therapieerfolg moderner Systemtherapien beeinflussen.

Die Möglichkeit einer frühen Erkennung des Melanoms eröffnet oft die Chance auf eine Heilung durch operative Eingriffe. In fortgeschrittenen Stadien hingegen neigt das Melanom zur Metastasierung und hat eine hohe Mortalität. Systemtherapien wie Checkpoint-Inhibitoren und zielgerichtete Therapien gelten als Goldstandard. Diese Therapien zeigen über 50% 10-Jahresüberleben, können jedoch auch schwere Nebenwirkungen verursachen. Ein zentrales Problem in der Behandlung ist das Fehlen sicherer Faktoren zur Vorhersage des Therapieerfolgs und der damit verbundenen Toxizitäten.

Aktuelle Statistiken zur Erkrankung

Im Jahr 2023 erkrankten in Deutschland etwa 27.430 Personen am malignen Melanom der Haut. Die Neuerkrankungen sind nahezu gleichmäßig auf Frauen und Männer verteilt: 12.960 Frauen und 13.470 Männer. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 64 Jahren für Frauen und 69 Jahren für Männer. Besonders auffällig ist der Anstieg der altersstandardisierten Erkrankungsraten seit 2008, was wahrscheinlich auf die Einführung des Hautkrebsscreenings zurückzuführen ist.

Seit 2012 ist die Erkrankungsrate bei Frauen leicht rückläufig, während sie bei Männern konstant bleibt. Die Sterberaten für beide Geschlechter blieben im betrachteten Zeitraum nahezu unverändert. Zudem ist das oberflächlich spreitende Melanom der vorherrschende Typ, der eine vergleichsweise gute Prognose verspricht. Demgegenüber haben andere Typen wie das noduläre und amelanotische Melanom eine ungünstigere Prognose.

Risikofaktoren und Prävention

Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 96 % für Frauen und 94 % für Männer. Etwa 67 % aller Melanome werden im frühen Tumorstadium (UICC I) entdeckt. Häufiger treten Melanome bei Frauen an den unteren Extremitäten auf, während sie bei Männern vor allem am Rumpf zu finden sind. Der wichtigste Risikofaktor für das Malignom ist UV-Strahlung, sowohl durch Sonnenexposition als auch durch Solarien. Sonnenbrände vergrößern das Risiko für die Entstehung von Melanomen in jedem Lebensalter.

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Darüber hinaus gelten angeborene Pigmentmale, insbesondere große, als Risikofaktoren. Menschen mit hellem Hauttyp haben ein erhöhtes Risiko für Melanome. Auch Personen, die bereits an einem Melanom erkrankt sind, haben ein höheres Risiko für ein weiteres Malignom. Besonders erwähnenswert ist auch, dass Männer und Frauen ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautuntersuchung durch einen Arzt haben, was einer frühzeitigen Erkennung der Erkrankung dient.