Das hessische Wissenschaftsministerium setzt ein eindrucksvolles Zeichen für die Förderung der Demokratieforschung. Im Rahmen des Programms „Stärkung der Demokratieforschung Hessen“ werden exzellente Forschungsprojekte unterstützt, die nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern auch gesellschaftliche Auswirkungen erzielen sollen. Laut uni-marburg.de sollen bis 2027 über 250.000 Euro in insgesamt fünf ausgewählte Projekte investiert werden.

Ein zentrales Ziel dieser Initiative ist es, Hochschulen mit relevanten Akteuren zu vernetzen und die Resilienz der Demokratie in Zeiten von Extremismus und Polarisierung zu stärken. Wissenschaftsminister Timon Gremmels hebt hierbei die vitalen Funktionen der Wissenschaft hervor, um den Herausforderungen der gegenwärtigen politischen Landschaft zu begegnen.

Forschungsprojekte im Detail

Die geförderten Projekte kommen von renommierten Institutionen, darunter die Philipps-Universität Marburg und die Justus-Liebig-Universität Gießen. Hier sind die fünf ausgewählten Projekte im Detail:

  • Philipps-Universität Marburg: Projekt „StrukturENwandel – Demokratie – Partizipation“
    Förderung: 28.392 Euro
    Das Projekt untersucht den Strukturwandel in Hessen seit den 1950er- und 1960er-Jahren mit Fokus auf Verkehrs- und Mobilitätsplanung, Lebensqualität, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Eine Internetplattform wird entwickelt, um die Forschungsaktivitäten zu bündeln.
  • Justus-Liebig-Universität Gießen: Projekt „Praktiken staatlicher Beschönigung in demokratiebezogenen Selbstberichten im Europarat“
    Förderung: 66.415 Euro
    Hier wird eine Datenbank zu Demokratie-Selbstberichten im Europarat aufgebaut. Analysiert werden Verzerrungspraktiken, mit dem Ziel, Empfehlungen zur Stärkung demokratischer Rechenschaftspflichten zu entwickeln.
  • Frankfurt University of Applied Sciences: Projekt „Zivilgesellschaftliche Partizipation in der humanitären Flüchtlingshilfe“
    Förderung: 32.421 Euro
    Das Projekt erforscht die demokratischen Aspekte der humanitären Flüchtlingshilfe und deren Anfälligkeit für rechtspopulistische Angriffe.
  • Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit: Projekt „Demokratieforschung und Polizei in Hessen (DePoH)“
    Förderung: 53.596 Euro
    Ziel ist es, den Austausch zwischen Demokratieforschung und Polizeipraxis zu stärken, um demokratische Strukturen innerhalb der Polizei zu fördern.
  • Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main: Projekt „Perspektiven auf demokratische Prozesse in musikalisch-ästhetischer Bildung“
    Förderung: 69.481 Euro
    Diese Initiative untersucht den Einfluss von Musik, Theater und Tanz auf die Auseinandersetzung mit demokratischen Werten bei Jugendlichen und fördert die Zusammenarbeit zwischen Musikpädagogik und kultureller Bildung.

Die vielfältigen Ansätze dieser Projekte zeigen das Engagement hessischer Hochschulen, sich den Herausforderungen der Demokratie aktiv zu stellen. Weitere Informationen zur Förderung und den Projekten sind auf der offiziellen Webseite des Landes Hessen verfügbar.