IGradU Ulm: 20 Jahre Forschungsexzellenz und internationale Karrieren!
Ende Juni 2026 feierte die „International Graduate School in Molecular Medicine Ulm“ (IGradU) ihr 20-jähriges Bestehen. Die Gründung im Jahr 2006 hat seither 480 Nachwuchswissenschaftlern aus 37 Ländern den Doctor of Natural Sciences (Dr. rer. nat.) oder einen PhD ermöglicht. Mehr als zwei Drittel der Absolventen sind Frauen, was die IGradU zu einem bedeutenden Ort für Frauen in den Naturwissenschaften macht. Professor Thomas Wirth, Dekan der Medizinischen Fakultät, bezeichnete die IGradU als eine Eintrittskarte zur wissenschaftlichen Exzellenz.
Die Graduiertenschule wurde im Zuge der Exzellenzinitiative ins Leben gerufen und war seit 2007 die beste Graduierenschule Baden-Württembergs. Der nachhaltige Einfluss der IGradU auf die lebenswissenschaftliche Forschung an der Universität Ulm ist unübersehbar. Ihr Promotionsprogramm zeichnet sich durch ein englischsprachiges Curriculum und intensive Betreuung in kleinen Gruppen aus. Thematische Schwerpunkte bilden die Altersforschung, die Krebsforschung, die Virologie und die Traumaforschung. Ein strenges Auswahlverfahren und regelmäßige Evaluationen gewährleisten hohe Qualitätsstandards.
Wissenschaftliche Ausbildung und internationale Kooperationen
Die IGradU kooperiert eng mit Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs der Universität Ulm und ermöglicht internationale Doppelpromotionen und intensiven wissenschaftlichen Austausch. Professor Peter Gierschik hob die Bedeutung der Freundschaften und Netzwerke hervor, die während der Studienzeit an der IGradU entstehen. Die Graduiertenschule bietet zudem einen deutschsprachigen Promotionsgang sowie ein Kooperationsprogramm mit der Southeast University in Nanjing, China an.
Eine Zeitkapsel, die während der Feier mit Postkarten gefüllt wurde, ist für zukünftige Doktoranden hinterlegt. IGradU-Forscherinnen präsentierten zudem die Veränderungen in Forschung und Laborbetrieb in den letzten zwei Jahrzehnten. Von 2019 bis heute wird die IGradU gemeinsam vom Land Baden-Württemberg und der Medizinischen Fakultät getragen, nachdem zuvor die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Initiative finanziert hatte.
Bewerbung und Zugangsmöglichkeiten
Um sich für das PhD-Programm an der IGradU zu bewerben, gibt es ein Online-Bewerbungssystem. Bewerber sind eingeladen, sich Zeit für die Antragstellung zu nehmen. Zunächst müssen sie ein neues Konto registrieren und können dann die Bewerbung speichern und modifizieren. Für die Bewerbung sind verschiedene Dokumente erforderlich, einschließlich Bachelor-Abschlusszeugnis, Master- oder Diplomzeugnis, offizielle Transkripte und ein Lebenslauf. Die maximale Dateigröße für Uploads beträgt 5 MB. Zum aktuellen Zeitpunkt ist eine Registrierung allerdings nicht möglich, während bestehende Benutzer sich über einen Login anmelden können.
Zusätzlich zum Promotionsprogramm wird an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ein Bachelorstudium in Molekularer Medizin angeboten. Die Zugangsvoraussetzungen beinhalten eine allgemeine Hochschulreife sowie einen Numerus Clausus (NC) über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) für den Zugang in höheren Semestern. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester endet am 15. Juli, und der Studienstart erfolgt jährlich im Wintersemester.
Insgesamt zeigt die IGradU, wie wichtig exzellente Ausbildung und internationale Vernetzung für die Lebenswissenschaften sind. Der große Erfolg und die positive Entwicklung der Graduiertenschule dürften auch in Zukunft viele hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anziehen.
